Leichtathletik - Neuigkeiten

Janika Baarck gewinnt DM-Titel mit Bestleistung
28.08.2018

Bei den Deutschen Mehrkampf-Meisterschaften in Wesel wurden am Samstag die ersten Titel vergeben. In der U20 überzeugten die Sieger Janika Baarck und Maximilian Kluth mit starken Leistungen. Luc Mehnert sorgte in der U16 mit einer neuen deutschen M15-Bestleistung im Neunkampf für das Highlight.

In der weiblichen U20 siegte Janika Baarck (SC Neubrandenburg) bei ihrem ersten Siebenkampf des Jahres mit sehr starken 5.717 Punkten und 452 Zählern Vorsprung. Damit schob sich die international erfahrene Nachwuchsathletin an die Spitze der deutschen Jahresbestenliste, die bisher U20-WM-Teilnehmerin Johanna Siebler (LC Überlingen) mit 5.411 Punkten inne hatte. Die Punktzahl hätte der neuen Meisterin bei der diesjährigen U20-WM in Tampere (Finnland) den sechsten Platz beschert, für die sich die Neubrandenburgerin verletzungsbedingt nicht qualifizieren konnte. 

Janika Baarck sprang am Sonntag als beste Weitspringerin im Feld 6,06 Meter (zehn Zentimeter weniger als "PB"), kratzte mit dem Speer durch eine Steigerung ihrer Bestleistung um mehr als fünf Meter an der 40-Meter-Marke (39,83 m) und war auf den 800 Metern nach schnellen 2:17,43 Minuten als Erste im Ziel. Platz zwei sicherte sich mit 5.265 Punkten Neele Schuten (TV Gladbeck 1912). Bronze gewann Sonja Martens (LT DSHS Köln) wiederum mit deutlichem Abstand und 5.011 Punkten.

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Lindy Ave gewinnt 4. EM-Medaille
27.08.2018

Weltrekord im letzten Versuch

Para Leichtathletik-EM: Paralympics-Sieger verbessert sich beim Heimspiel in Berlin um einen Zentimeter – Persönliche Bestleistung und Silber für Felix Streng – Vier Medaillen am Samstag

Die Deutsche Paralympische Mannschaft hat am Samstag bei der Para Leichtathletik-Europameisterschaft in Berlin vier Medaillen gewonnen: Markus Rehm sprang zu Gold, Felix Streng zu Silber und Thomas Ulbricht zu Bronze. Zudem sprintete Lindy Ave über 100 Meter zu Silber.

Der Weitsprung-Wettbewerb der Prothesen-Springer zog alle in seinen Bann: Für Markus Rehm vom TSV Bayer 04 Leverkusen war wenige Tage nach seinem 30. Geburtstag die große Frage, ob er erneut seinen Weltrekord verbessern kann, für Teamkollege Felix Streng hingegen, wie nah er an den Dominator herankommt. Nachdem Streng bereits im ersten Versuch seine persönliche Bestleistung mit 7,49 Meter übertroffen hatte, sprang er im zweiten Versuch sogar 7,71 Meter. Allerdings verschenkte der 23-Jährige dabei am Brett noch viel, so dass immer spannend war, ob er nicht auch noch über acht Meter kommen könnte. Rehm hatte in seinem ersten Sprung 7,75 Meter vorgelegt, bevor er sich im dritten auf 8,00 Meter absetzte. Nach 8,02 Meter und 8,11 Meter sowie Strengs letztem Sprung war klar, dass Rehm Europameister ist. Angetrieben vom rhythmischen Klatschen der 5000 Zuschauer legte er alle Kraft in den Absprung, flog und landete bei 8,48 Meter – Weltrekord. Ein Zentimeter mehr als noch Anfang Juli in Japan.

„Ich bin mit dem Anlauf nicht zurechtgekommen, der Wind war ziemlich ordentlich. Erst den letzten Sprung habe ich richtig getroffen. Dass es auch der Weltrekord ist, freut mich umso mehr", sagte Rehm, der die Sandgrube fast gänzlich ausnutzte. Felix Streng, der sich in diesem Jahr eigentlich auf den Sprint konzentriert hatte und nur in drei Einheiten vor der EM noch mal Weitsprung trainiert hatte, sagte nach dem Gewinn der Silbermedaille: „Ich war jetzt näher an Markus dran. Der Wettkampf kommt, in dem wir ganz dicht beieinander sein werden. Mir fehlt einfach das Sprunggefühl, aber daran wollen wir arbeiten. Momentan komme ich einfach mit viel Tempo an und nutze das aus."

Lindy Ave sammelte über 100 Meter schon ihre vierte Medaille. Nach Gold über 400 Meter, Silber im Weitsprung und Bronze über 200 Meter schnappte sie sich nun in 13,21 Sekunden wieder Silber. Nach einem mäßigen Start rollte sie das Feld von hinten auf und musste nur Weltrekordhalterin Sophie Hahn (Großbritannien) den Vortritt lassen: „Der Start war nicht so toll, da habe ich eigentlich nicht mehr damit gerechnet, noch eine Medaille zu holen. Aber umso schöner ist es jetzt."

Lokalmatador Thomas Ulbricht sprang im Weitsprung auf 6,43 Meter, was Rang drei und Bronze bedeutete: „Es hat mir viel Spaß gemacht und auch meine linke Achillessehe hat gehalten, da hat das Physioteam einen tollen Job gemacht. Ich wollte weiter springen, aber da hat der gewisse Kick gefehlt heute."

Insgesamt kommt die Deutsche Paralympische Mannschaft nun vor dem abschließenden Sonntag auf elf Gold-, 17 Silber- und acht Bronzemedaillen. Dann gibt es weitere Medaillenchancen, etwa durch Speerwerfer Mathias Mester, Kugelstoßer Frank Tinnemeier, beim mit Spannung erwarteten Duell der 100-Meter-Sprinter Johannes Floors und Felix Streng, Rennrollstuhlfahrer Alhassane Baldé über 1500 Meter, Johannes Floors über 400 Meter oder Martina Willing im Kugelstoßen.

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Hanna Wichmann gewinnt EM-Bronze
24.08.2018

Im Gegensatz zur erfahrenen Athletin, die bereits bei den Paralympics in Athen antrat, war die EM-Teilnahme für die 21-jährige Hanna Wichmann ihre Premiere auf internationaler Bühne. Umso erfreulicher, dass 4,45 Meter im Kugelstoßen der Startklasse F32 direkt zu Bronze reichten. „Ich bin so froh, dass ich es so gut hinbekommen habe. Es war mein erster großer Wettkampf. Bronze ist super, ich bin sehr zufrieden“, freute sich die Athletin der HSG Uni Greifswald, die von ihrer Familie im Stadion angefeuert wurde.

 

Hanna Wichmann © Ralf Kuckuck/ BS Berlin

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Lindy Ave sprintet zu EM-Silber (200m)
24.08.2018

Para Leichtathletik-EM: Vier Medaillen am vierten Wettkampftag – Martina Willing und Lindy Ave schlagen erneut zu – Bronze für EM-Debütant Felix Krüsemann

Einmal Gold, zwei Mal Silber und einmal Bronze haben sich die deutschen ParaLeichtathleten am vierten Tag der Heim-Europameisterschaft in Berlin erkämpft und schraubten damit ihre tolle Bilanz beim Heimspiel weiter nach oben. 

Die Bühne war bereit: Im Vorfeld der Heim-EM in Berlin hatte sich Sebastian Dietz oft und leidenschaftlich für die Großveranstaltung im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark stark gemacht – und als es darauf ankam, lieferte er nun auch ab. Mit 15,28 Metern stieß er die Kugel nur sechs Zentimeter kürzer als der Weltrekord, den er in Berlin eigentlich angreifen wollte. Nach einer schwierigen Saison belohnt sich der aktuelle Weltmeister und Paralympics-Sieger nun auch mit dem EM-Titel: „Mein Trainer Alex Holstein hat mir irgendwann verraten, dass er die Saison so geplant hat, dass es zunächst schwierig für mich wird. Das war für meinen Kopf nicht schön, aber in seiner Planung war immer alles in Ordnung. Ich war zum Saisonhöhepunkt voll da, auch wenn zu unserem Ziel sechs Zentimeter gefehlt haben. Trotzdem bin ich Europameister und das zählt heute Abend.“ Anschließend feierte der frischgebackene Titelträger mit seinen Fans im Block, darunter auch der Verein SCHAKI e.V., die größte Selbsthilfegruppe für Schlaganfallkinder, den Dietz ins Stadion eingeladen hatte. 

Lindy Ave, die schon über 400 Meter und im Weitsprung Gold und Silber gewonnen hatte, steuerte ein weiteres Edelmetall zu ihrer Sammlung bei. Über 200 Meter musste sie sich in 27,24 Sekunden nur Weltrekordhalterin und Superstar Sophie Hahn aus Großbritannien geschlagen geben, war aber überglücklich: „Es war auf jeden Fall Gegenwind, aber hinten raus hat es gut geklappt. Meine Ausbeute hier ist bislang überraschend gut, wobei die 100 Meter und die Staffel ja noch kommen.“

 

Nach Silber im Diskuswurf legte auch Martina Willing nach: Im Speerwerfen landete ihr Wurfgerät bei 21,34 Metern, nur die große Favoritin Diana Dadzité aus Lettland konnte erwartungsgemäß noch an ihr vorbeiziehen: „Die zweite Medaille, wieder Silber, wahrscheinlich bin ich eine kleine Silberelster. Damit bin ich sehr zufrieden, weil Gold nicht erreichbar und nach hinten auch Luft war, also alles planmäßig absolviert. Jetzt will ich Sonntag noch mal um eine Medaille kämpfen.“ 

Die beste Stimmung des Abends bescherte EM-Debütant Felix Krüsemann dem Berliner Publikum, beziehungsweise dessen großer Fanclub vom RSV Eintracht Berlin. Der Lokalmatador war mit der 
drittschnellsten Zeit gemeldet und lief ein kluges Rennen: Die beiden dominanten Franzosen ließ er ziehen, dahinter führte der 17-Jährige ein großes Feld an, das er stets unter Kontrolle hatte. 400 Meter vor dem Ende zog er dann an und schüttelte eingangs der Zielgeraden auch den letzten Verfolger ab. „Die vorne waren zu schnell, die hinter mir zu langsam. Als Phil gestern Bronze geholt hat, war mir klar, dass ich nachlegen muss, auch wenn ich Bronze nie auf dem Schirm hatte“, sagte er in Anspielung auf Kumpel Phil Grolla, nachdem er mit seinem Fanclub auf dem Zaun gefeiert hatte.

Für Alhassane Baldé wurde die erkämpfte Bronzemedaille zur Zitterpartie. Nach einem Protest wurde der 32-jährige vom SSF Bonn disqualifiziert, weil er den Briten Nathan Maguire angeblich auf der Ziellinie durch einen Spurwechsel am Überholen gehindert haben soll. „Wir müssen das Urteil hinnehmen, auch wenn wir damit nicht einverstanden sind“, sagte Teammanager Jörg Frischmann, nachdem noch ein Gegenprotest eingelegt worden war, der aber abwiesen wurde. 

Nach dem vierten Tag der Para Leichtathletik-EM in Berlin hat die Deutsche Paralympische Mannschaft nun sieben Gold-, zwölf Silber- und fünf Bronzemedaillen ergattert. 

Weitere Infos zur Para Leichtathletik-EM in Berlin gibt es unter: www.para-euro2018.eu,www.paralympic.org/berlin-2018 & www.facebook.com/ParaLeichtathletikEM

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400 m Europameisterin Lindy Ave begeistert Berlin
21.08.2018

Foto: www.dbs.de oder privat

pm/sb

Die deutschen Para-Leichtathleten sind mit teilweise überraschenden Ergebnissen in die Heim-Europameisterschaften gestartet. Insgesamt gab es am Montag in Berlin ein Mal Gold, drei Mal Silber und ein Mal Bronze.

Der größte Coup gelang im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark Lindy Ave, die erstmals einen Titel holen konnte. Über 400 Meter rannte die 20-Jährige von der HSG Uni Greifswald in 1:04,12 Minuten ins Ziel, obwohl sie bislang international nur über die 100 und 200 Meter in Erscheinung getreten war: „Ich habe gar nicht damit gerechnet, weil die 400 Meter sonst nicht meine Strecke sind. Umso glücklicher bin ich jetzt, die Renneinteilung war perfekt. Vor eigenem Publikum, das ist krass. Die nächsten Tage will ich weiter Gas geben.“

Text: www.leichtathletik.de


61,25 m reichen für Claudine Vita für EM-PLATZ 4
13.08.2018

Mit Top-Teamleistungen erkämpfen Nadine Müller und Shanice Craft Silber und Bronze

www.leichtathletik.de - Harald Koken

Die Diskus-Asse Nadine Müller und Shanice Craft hatten am Samstagabend bei der EM in Berlin den Dreh raus. Die Ein-Kilo-Scheibe schleuderten sie auf den Silber- bzw. Bronzerang. Claudine Vita wurde Vierte. Favoritin Sandra Perkovic ließ ihr Wurfgeschoss auf 67,62 Meter fliegen.

Sandra Perkovic (Kroatien) setzte mit 67,62 Metern ihre Siegesserie fort. Die zweimalige Olympiasiegerin und Weltmeisterin holte sich zum fünften Mal in Folge EM-Gold – eine beispiellose Bilanz. Nach großen Problemen fand sie erst zum Schluss ihren Rhythmus und verdrängte die lange führende Nadine Müller (SV Halle) auf den Silberrang.

Die Vize-Weltmeisterin von 2011 und Olympia-Vierte von 2012 kam super in den Wettkampf rein, legte 62,00 Meter vor und ließ den Saisonrekord von 63,00 Metern folgen. Die Bestleistung der 32-jährigen Bundespolizistin steht bei 68,89 Metern.

Spannend bis zum Schluss blieb auch die Entscheidung um Bronze. Im letzten Versuch knallte die Deutsche Meisterin Shanice Craft (MTG Mannheim) noch einmal einen raus. Mit 62,46 Metern verdrängte sie Claudine Vita (SC Neubrandenburg; 61,25 m) auf Rang vier. Eine starke Teamleistung des deutschen Diskus-Trios.

Symbolisch schwebte Robert Harting über allem. Claudine Vita hat 2009 als Zwölfjährige sein WM-Gold live im im altehrwürdigen Olympiastadion von 1936 miterlebt und schöpft noch heute Motivation daraus. Shanice Craft, die schon 2014 in Zürich (Schweiz) und 2016 in Amsterdam (Niederlande) jeweils Bronze geholt hatte, hat im letzten Herbst ihren Lebensmittelpunkt nach Berlin verlegt und sich der Trainingsgruppe um Julia und Robert Harting angeschlossen.

STIMMEN ZUM WETTKAMPF

Nadine Müller (SV Halle):

Wir waren alle ziemlich nah zusammen in diesem Wettbewerb. Nachdem ich die 63 Meter erreicht hatte, habe ich gehofft, dass dies für eine Medaille ausreichen würde. Ich war seit zwei Jahren nicht mehr auf dem Podium, ich hatte viele Probleme mit meinem Körper. Die letzten zwei Jahre waren nicht einfach, es gab viele Probleme bei der Vorbereitung auf die Saison. Auch in diesem Jahr war die Vorbereitung nicht optimal. Es ist großartig, mit einer Medaille vor heimischem Publikum wiederzukommen. Dies ist eine ganz besondere Silbermedaille. Ich habe ausgezeichnete Erinnerungen an dieses Publikum hier in Berlin - so kenntnisreich und so enthusiastisch. 2009 war das Jahr, in dem ich meinen Durchbruch hatte. Mein Plan war, meine Gegner bei den ersten Versuchen zu schockieren. Als ich 63 Meter erreicht hatte, wusste ich, dass das nicht genug für die Goldmedaille sein würde. Wenn du Sandra kennst, weißt du, dass sie früher oder später einen rausholt. Heute brauchte sie einige Zeit für ihren Siegeswurf. Aber vom ersten bis zum letzten Versuch war klar, dass sie das Gold gewinnen würde. Chapeau - sie hat ihren fünften Titel gewonnen! Die Silbermedaille fühlt sich für mich wie Gold an. Ich bin stolz auf das Team, das für mich im Hintergrund arbeitet, mein Trainer, meine Familie, meine Freunde. Heute sind 30 Leute hier im Stadion, die mich unterstützt haben. Ich plane bis Tokio, also gibt mir diese Medaille nach zwei grauen Jahren viel Motivation.

Shanice Craft (MTG Mannheim):

Beim sechsten Versuch habe ich mich stark konzentriert, total auf den Ring. Ich wollte alles richtig machen, um noch eine Medaille zu holen. Ich bin froh, dass ich es geschafft habe. Ich dachte nur an eine Medaille, egal wer vor mir war. Es tut mir leid für Claudine Vita, meine Teamkollegin, weil sie auf diese Weise Bronze verloren hat. Aber sie ist noch jung und hat viele Jahre vor sich. Die Berliner sind so cool und wissen, wie man Sportler feiert.

Claudine Vita (SC Neubrandenburg):

Es war ein schwieriger Wettkampf für mich. Es war kalt, es gab viele Unterbrechungen. Ich konnte meinen Rhythmus nicht finden. Bis zum letzten Durchgang hat es noch für den dritten Platz gereicht, ich wusste aber, dass mit der Leistung eine Medaille schwer werden könnte. Ich bin trotzdem froh, dass ich bei meinen ersten Europameisterschaften den vierten Platz belegt habe.


Tom Gröschel überrascht im EM-Marathon mit Platz 11
13.08.2018

Tom Gröschel bei belgischem Überraschungssieg im EM-Marathon auf Platz elf

www.leichtathletik.de - Alexandra Dersch

Es war eine Demonstration der Stärke: Der Belgier Koen Naert hat beim Marathon der Europameisterschaften in Berlin einen Überraschungscoup gelandet. In Meisterschaftsrekord von 2:09:51 Stunden gewann der 28-Jährige auf dem stimmungsvollen zehn Kilometerrundkurs durch die Berliner Innenstadt seinen ersten großen Titel. Bester Deutscher war der Deutsche Meister Tom Gröschel auf Platz elf in 2:15:48 Stunden.

Schon bei Kilometer 31 wagte Koen Naert, der bis dato immer schön in der mit rund zehn Läufern relativ großen Spitzengruppe mitgeschwommen war, einen mutigen Vorstoß. Eine Attacke, die nur der Olympia-Siebte Tadesse Abraham (Schweiz), der sich vorher viel im die Tempoarbeit in der Gruppe verdient gemacht hatte, und der gebürtige Marokkaner Yassine Rachik, der seit 2015 für Italien startet, mitgehen konnten.

Allerdings nur anfänglich, denn der Belgier, der bislang einen Platz 11 bei der EM 2014 als seine beste internationale Platzierung vorzuweisen hatte, drückte unermüdlich aufs Tempo und kam offensichtlich mit den zunehmend steigenden Temperaturen auf dem schnellen Berliner Asphalt am besten zurecht. Im Ziel hatte er einen gewaltigen Vorsprung von 1:33 Minuten auf den zuvor hochgewetteten Schweizer Tadesse Abraham (2:11:24 h), der in seiner Jugend noch für Eritrea an den Start gegangen war. Bronze holte der Yassine Rachik in Bestzeit von 2:12:09 Stunden.

Für den 28-jährigen Koen Naert ging sein Plan auf. Seit zwei Jahren hatte er sich komplett auf diesen Marathon vorbereitet, dieses Jahr noch gar keinen Marathon absolviert, sondern nur mit einer Bestzeit über die Halbmarathon-Strecke (61:42 min) aufhorchen lassen.

Guter Auftritt von Tom Gröschel

Tom Gröschel (TC Fiko Rostock), der inzwischen in Wattenscheid bei Tono Kirschbaum trainiert, lief ein starkes Rennen. In seinem zweiten Marathon überhaupt landete der 26-Jährige in 2:15:48 Stunden, die im Bereich seiner Bestzeit von 2:15:20 Stunden aus dem Frühjahr liegen, auf einem mehr als respektablen elften Platz. Der Regensburger Jonas Koller (LG Telis Finanz Regensburg) schaffte mit 2:19:16 Stunden (Platz 28) noch den Sprung unter die Top Dreißig. Die beiden Düsseldorfer Sebastian Reinwand (2:19:46 h) und Philipp Baar (2:19:59 h) kamen auf Platz 33. und 38. ins Ziel. Marcus Schöfisch (lauftraining.com) landetet auf Platz 46 (2:22:57 h).

Insgesamt landete das deutsche Marathon-Team der Männer auf Rang sieben in der Europacup-Wertung. Hier siegte Italien vor Spanien und Österreich.

Der Regensburger Philipp Pflieger kam nichts in Ziel, nachdem er bei Halbmarathon noch auf Kurs von 2:14 Stunden gelegen hatte. Er hatte im Vorfeld mit Problemen im Fußgelenk zu kämpfen, die sich auch auf die Achillessehne ausgewirkt haben. Aus einer daraus resultierenden Schonhaltung bekam er muskuläre Probleme, die ihn bei rund Kilometer 34 zum Aufgeben zwangen.

Ein ähnliches Schicksal ereilte Europarekordler Sondre Nordstad Moen aus Norwegen, der schon früh im Rennen den Daumen nach unten gezeigt hatte und offensichtlich mit Magenproblemen zu kämpfen hatte.

STIMMEN ZUM WETTKAMPF

Tom Gröschel (TC Fiko Rostock):

Ich wollte eigentlich noch langsamer anlaufen, konnte das dann aber doch nicht so einhalten. Die letzte Runde war dafür umso härter. Das Gefühl, andere Läufer einsammeln zu können, war positiv für mich. Das war ein mentaler Vorteil. Es war der zweite Marathon in meinem Leben und bin dankbar, dass ich hier starten durfte. Ohne die Jungs mit A-Norm Philipp Pflieger und Hendrik Pfeiffer hätte ich hier gar nicht starten dürfen, da ich ja nur die B-Norm erreicht hatte. Jetzt habe ich gezeigt, dass man auch in einem internationalen Rennen vorne reinlaufen kann, ohne vorher eine Top-Zeit geliefert zu haben. Meisterschaften haben einen anderen Charakter und vielleicht klappt es nochmal in Tokio. Ein elfter Platz ist toll. Ich war in der Meldeliste in den Dreißigern. Das hier ist fast genauso verrückt wie der Deutsche Meistertitel in Düsseldorf. Ich habe Philipp Pflieger am Straßenrand stehen sehen, da habe ich einfach nur gedacht 'durch jetzt', ich musste mich absolut auf mich konzentrieren, du darfst dir im Marathon keine Gedanken um andere Läufer machen. Ich muss mich auch beim ganzen Team bedanken, das überall toll vertreten war. Das brauchen wir, um kontinuierlich nach vorne zu kommen.


Lindy Ave und Hanna Wichmann bei PARA-EM am Start
10.08.2018

Para Leichtathletik EM: Das deutsche Team für Berlin

10.08.2018

Zahlreiche amtierende Paralympics-Sieger und Weltmeister, hoffnungsvolle Nachwuchstalente und Debütanten sowie drei Lokalmatadoren – mit einem großen Team will Deutschland bei den Para Leichtathletik-Europameisterschaften vom 20. bis 26. August in Berlin möglichst für Furore sorgen. Insgesamt 40 Athletinnen und Athleten gehören zum Aufgebot von Bundestrainer Willi Gernemann für die EM im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, darunter auch Lindy Ave und Hanna Wichmann von der HSG Uni Greifswald.


Claudine Vita reichen 59,18 m für EM-Finaleinzug
09.08.2018

DLV-Werferinnen sparen Kräfte

Wer die deutschen Diskuswerferinnen am Donnerstagmorgen in Aktion bewundern wollte, der musste früh aufstehen, denn sowohl Claudine Vita (SC Neubrandenburg) als auch Shanice Craft (MTG Mannheim) beendeten nach nur einem erfolgreichen Wurf um kurz nach halb zehn schon wieder ihr Tagwerk. 58,50 Meter waren für das Finale gefordert – keiner Herausforderung für die aktuell Zweit- (Vita) und Drittplatzierte (Craft) der europäischen Bestenliste. Die Deutsche Meisterin Shanice Craft warf den Diskus auf 61,13 Meter, Claudine Vita reichten 59,18 Meter

Update folgt nach Gruppe B (11 Uhr) mit Nadine Müller (SV Halle).

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6.165 Punkte: Sophie Weißenberg holt sich den Thorpe Cup-Einzelsieg
06.08.2018

Text von Silke Bernhart 

(www.leichtathletik.de)

Mit einer Steigerung ihrer Bestleistung um mehr als 400 Punkte hat Sophie Weißenberg am Freitag und Samstag beim Thorpe Cup in Knoxville, Tennesse, für die beste deutsche Einzelleistung gesorgt. Sie holte sich mit 6.165 Punkten den Sieg im Siebenkampf. Einen Mannschaftserfolg gegen die USA gab es für die deutschen Zehnkämpfer.

In Halle/Saale (5.747 Pkt) hatte sich die einstige U20-Vize-Weltmeisterin im Weitsprung Sophie Weißenberg Anfang Mai im Lager der Siebenkämpferinnen zurückgemeldet. In Ratingen lief's mit einem verpatzten Hürdensprint und ohne 800 Meter noch nicht optimal. Beim Thorpe Cup in Knoxville, Tennessee (USA) aber, da passt am Freitag und Samstag alles zusammen für die 20-jährige Athletin vom SC Neubrandenburg.

Sophie Weißenberg leistete sich nach ihrem starken ersten Tag auch an Tag zwei keinen Patzer, spielte als beste Weitspringerin mit 6,16 Metern ihre Stärke aus, schickte den Speer auf 43,76 Meter (PB) und brachte den Siebenkampf in 2:20,52 Minuten (nochmal PB) zu Ende. Der Lohn: der erste 6.000er, und das deutlich! Mit 6.165 Punkten erzielte sie das beste Resultat aller Teilnehmerinnen und schob sich auf Rang drei der deutschen Bestenliste nach vorne.

Mit der US-Amerikanerin Lindsay Schwartz (6.050 Pkt) konnte noch eine weitere Athletin die 6.000-Punkte-Marke überbieten, sie führte das siegreiche Thorpe Cup-Team der USA an. Anna Maiwald (TSV Bayer 04 Leverkusen; 5.714 Pkt) und Vanessa Grimm (Königsteiner LV; 5.696 Pkt) kämpften sich als zweit- und drittbeste Deutsche gemeinsam mit Sophie Weißenberg in die Mannschaftswertung, mit Ausnahme der Neubrandenburgerin konnte sich aber keine DLV-Athletin ihrer Bestmarke nähern.


Diskuswerferin Claudine Vita fährt zur Leichtathletik-Heim-EM
06.07.2018

Für Claudine Vita geht ein Traum in Erfüllung. Die Diskuswerferin vom SC Neubrandenburg vertritt die deutschen Farben bei der Europameisterschaft in Berlin.

Jetzt ist es amtlich! Claudine Vita vom SC Neubrandenburg fährt zur Leichtathletik-Europameisterschaft (7. bis 12. August) nach Berlin. Der deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) nominierte am Donnerstag weitere Athleten für den Saison-Höhepunkt.

„Ich war komplett erleichtert”, sagte Vita. Sie habe schon damit geliebäugelt, aber es zu wissen, sei noch einmal etwas anderes.

Vita führt die deutsche Bestenliste an

Kurios war der Ort, an dem Vita von der Nominierung erfuhr. Die 21-Jährige war in der Hochschule und arbeitete an einer Hausarbeit, als sie ihre E-Mails las und von ihrer Teilnahme erfuhr. „Innerlich gab es einen lauten Aufschrei”, gab sie zu.

Dabei war die Nominierung durch den DLV abzusehen. Mit 65,08 Meter führt Vita die deutsche Bestenliste in diesem Jahr an.

https://www.nordkurier.de/sportnachrichten/diskuswerferin-vita-faehrt-zur-heim-em-0532499907.html


Vier LVMV-Athleten bei U20-WM in Finnland dabei
29.06.2018

Von Ralf Ploen

Tim Ader (SCN), U20-EM-Vierter des Vorjahres, ist einer von vier LVMV-Athleten, die sich für die U20-WM in Tampere (Finnland) qualifizieren konnten (Foto: SCN).

Bei der Internationalen Junioren-Gala in Mannheim konnten sich vier Athleten gegen die nationale Konkurrenz durchsetzen und sind durch den Deutschen Leichathletik Verband für die U20-Weltmeisterschaften in Tampere (Finnland) nominiert worden!

Vom 1. LAV Rostock wird Julia Ulbricht an den Start gehen. Die U18-WM-Vierte des Vorjahres gewann das Speerwerfen in Mannheim mit 49,95 Meter, weitengleich mit der Australierin Alexandra Roberts.

Tim Ader (SC Neubrandenburg) wurde als bester Deutscher Zweiter bei der Junioren-Gala mit 59,66 Meter. Nur der Portugiese Emanuel Sousa konnte den U20-EM-Vierten 2017 im letzten Versuch mit 62,87 Meter übertreffen.

Im Hochsprung erreichte Luca Meinke (Schweriner SC), U18-EM-Siebter 2017, unter schwierigen Bedingungen mit 2,07 Meter den dritten Platz. Die Norm im Vorfeld schon mit 2,17 Meter erfüllt, sprang mit Lucas Mihota nur ein Deutscher höher (2,10 Meter.)

Seine Vereinskameradin Dovile Scheutzow, 2017 U18-EM-Siebte, überquerte im Stabhochsprung 3,90 Meter. Das bedeutete Rang sieben und in der nationalen Wertung den zweiten Platz bei der Gala. Eine Woche zuvor schaffte sie im Rostocker Leichtathletikstadion bei den Landestitelkämpfen die Norm von 4,05 Meter.

Wir gratulieren den Athleten und ihren Trainern Mark Frank, Franka Dietzsch, Gerd Wessig und Andreas Rändler zur Qualifikation und wünschen ihnen viel Erfolg in Tampere!


Cheyenne Kuhn und Erik Marquardt für U18-EM qualifiziert
22.06.2018

Von Ralf Ploen (LVMV)

Cheyenne Kuhn und Erik Marquardt (beide SCN) qualifizierten sich für die U18-EM in Ungarn (Foto: SCN)

Mit Cheyenne Kuhn über 100 Meter und Erik Marquardt (beide SC Neubrandenburg) im Diskuswerfen konnten sich zwei Athleten aus Mecklenburg-Vorpommern für die U18-Europameisterschaften qualifizieren, die vom 05.-08.Juli in Györ (Ungarn) ausgetragen werden.

Beide konnten sich bei der U18-Gala in Schweinfurt gegen die starke Konkurrenz durchsetzen. Cheyenne sprintete im Finale über 100 Meter in ausgezeichneten 11,87 Sekunden auf Rang zwei. Noch zum jüngeren U18-Jahrgang zählend, musste sie nur Beauty Somuah vom ASV Köln, die 11,84 Sekunden erzielte, den Vortritt lassen.

Mit 53,91 Meter erreichte Erik im Diskuswerfen den zweiten Platz und durfte sich ebenso über das EM-Ticket freuen. Norm von 56 Metern erfüllte er mit 58,53 Meter bereits im Vorfeld. In Schweinfurt warf nur der Cehmnitzer Matteo Maulana mit 55,20 Meter weiter.

Die U18-Europameisterschaft ist auch die Qualifikationschance für die Olympic Youth Games, die im Oktober in Buenos Aires (Argentinien) stattfinden. Dazu muss man als bester deutscher Teilnehmer einen der Quotenplätze, die dem europäischen Verband in jeder Diszplin zur Verfügung stehen, erreichen.

Herzlichen Glückwunsch den beiden Athleten und ihren Trainern Reinhard Puhlmann und Gerald Bergmann!

Unsere weiteren Starter schafften es leider nicht, sich in Schweinfurt zu qualifizieren. Joanne Schiffer (SCN), die im Weitsprung mit 6,07 Meter die Norm schon erfüllt hatte, konnte daran nicht anknüpfen. Hannah Bittorf (1. LAV Rostock) fehlten bis dahin 11 Zentimeter zum Limit im Dreisprung. Das gelang ihr als Dritte auch nicht bei der U18-Gala. Sie gehört aber wie auch ihr Vereinskamerad Eric Frank dem jüngeren Jahrgang an. Dieser warf im Speerwerfen bis auf 52 Zentimeter an die Norm von 69,00 Meter heran. In Schweinfurt wurde er Vierter mit 64,61 Meter, noch gehandicapt von einem Infekt.


Tom Gröschel Deutschlands Marathon-Meister
03.05.2018

Text von Harald Koken (www.leichtathletik.de)

Tom Gröschel hat am Sonntag in Düsseldorf mit einer Steigerung auf 2:15:20 Stunden den Deutschen Meistertitel im Marathon erkämpft. Bei den Frauen setzte sich Fabienne Amrhein in 2:32:34 Stunden durch – ebenfalls Bestzeit. Insgesamt fünf DLV-Läufer unterboten die Team-EM-Norm von 2:17:00 Stunden. Die Olympia-Fünfte Volha Mazuronak aus Weißrussland lief in 2:25:25 Stunden Streckenrekord.

 2:15:20 Stunden zeigte die Uhr, als Tom Gröschel ins Ziel am Düsseldorfer Rheinufer einlief, von den Zuschauer frenetisch als Deutscher Meister gefeiert. Der 27-Jährige vom TC Fiko Rostock, der 1.500 Meter vor Schluss in der Meisterschaftswertung nach vorn stürmte, konnte seinen Erfolg gar nicht richtig fassen und jubelte auch, weil er nun wohl mit einem Start bei den Europameisterschaften in Berlin (6. bis 12. August) planen kann.

„Es ist einfach unglaublich. Ich habe so lange Probleme mit Verletzungen gehabt und mich immer wieder heran gekämpft. Was jetzt dabei heraus gekommen ist, habe ich selbst nicht für möglich gehalten“, sagte Tom Gröschel. „Vor zwei Jahren habe ich hier für Hendrik Pfeiffer Tempo gemacht und er hat die Olympia-Norm geschafft. Heute habe ich gedacht, ich muss es ihm in irgendeiner Form gleichtun. Es hat funktioniert. Einfach nur der Wahnsinn.“

Sebastian Reinwand wagt Vorstoß

Zunächst hatten sich die Bewerber um den Deutschen Meistertitel in der zweiten Verfolgergruppe eingereiht. Bei 24 Kilometer unternahm Sebastian Reinwand (ART Düsseldorf) einen Ausreißversuch und wurde im Ziel mit Silber und guten 2:15:27 Stunden belohnt – eine Steigerung um rund vier Minuten. „Ich habe gedacht, es ist hier nichts Halbes und nichts Ganzes. Dann habe ich die Füße in die Hand genommen und bin gerannt. Bei Kilometer 30 habe ich gemerkt: Ups, das war ja eine 15:30. Aber es lief einfach mega gut“, erklärte der Deutsche Vize-Meister im Ziel.

„Hintenheraus hatte ich leider ein bisschen mit Krämpfen zu kämpfen und musste Tom noch vorbei lassen. Aber das ist mir so etwas von egal, weil ich die Team-Norm für die EM geschafft habe. Das war das große Ziel“, so Sebastian Reinwand, im Vorjahr DM-Dritter über 10.000 Meter. 

Der Leipziger Marcus Schöfisch (lauftraining.com) verbesserte sich als Dritter um knapp zwei Minuten auf 2:15:59 Stunden. Damit erfüllte der nationale Titelträger von 2016, der sich zuvor durch eine gute 10-Kilometer-Zeit beim Dresdner Citylauf und beim Halbmarathon in Berlin in den Favoritenkreis gehievt hatte, die Norm für Berlin ebenfalls deutlich.


65,08 Meter – Claudine Vita startet mit Bestleistung
02.05.2018

von Ewald Walker

Der Kampf um die drei Diskuswurf-Tickets für die EM 2018 in Berlin ist eröffnet. Und vorgelegt hat am Dienstag Claudine Vita. Die 21-Jährige übertraf in Neubrandenburg erstmals die 65-Meter-Marke.

Diskuswerferin Claudine Vita (SC Neubrandenburg) ist mit einem Ausrufungszeichen in die EM-Saison 2018 gestartet. Bei den Bahneröffnungs-Wettbewerben in Neubrandenburg steigerte die U23-Europameisterin am Dienstag ihre persönliche Bestleistung um 63 Zentimeter auf 65,08 Meter.

Die 21-Jährige blieb damit deutlich über der Norm (60,00 Meter) für die Europameisterschaften in Berlin (6. bis 12. August) und übertraf dazu mit ihrem zweitbesten Wurf (62,26 m) ein weiteres Mal diesen Richtwert. Es war ein Vorgeschmack auf ihre gute Form, auch wenn im Wettbewerb die für eine Anerkennung als Norm geforderte starke Konkurrenz aus dem Kreis der DLV-Kaderathleten noch fehlte.

Claudine Vita wird in Neubrandenburg von Dieter Kollark und Astrid Kumbernuss trainiert und betreut und war zuletzt mit Bundestrainer Jürgen Schult im Trainingslager in Zypern. Gut möglich, dass im Saisonverlauf noch eine weitere Norm fällt: Auch im Kugelstoßen liegt der Richtwert von 17,50 Metern für die einstige U20-Europameisterin in Reichweite.

Text: www.leichtathletik.de


Hanna Wichmann und Lindy Ave in Dubai und Sharjah erfolgreich
22.03.2018

Die kommenden Wochen und Monate stehen für die deutschen Para-Leichtathleten ganz im Zeichen der Vorbereitung auf die diesjährige Hein-EM Ende August in Berlin. Zum Auftakt der Wettkampfsaison weilte ein Teil der Para-Leichtathletik-Nationalmannschaft, unter ihnen die beiden Greifswalder HSG-Athletinnen Hanna Wichmann und Lindy Ave, traditionell zu internationalen Meetings in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Unter sehr günstigen klimatischen Bedingungen und mit sehr guter internationaler Konkurrenz nutzen viele Athleten diese Wettkämpfe als frühe Standortbestimmung und möglichst auch zur Erfüllung der hohen EM-Normen. Zum Team der Nationalmannschaft gehören auch der Greifswalder Mediziner Dr. Rolf Kaiser als leitender Sportarzt sowie Mario Langer vom Greifswalder Pflegedienst Heinrich & Heinrich als Athletenbetreuer.

Beim Grand Prix Meeting in Dubai zeigte sich die schwer spastisch beeinträchtigte Hanna Wichmann höchst konzentriert und motiviert. Zum Auftakt erzielt sie beim Kugelstoßen mit 4,29 m eine neue persönliche Bestleistung, die in einem hochkarätigen Teilnehmerfeld immerhin Platz 4 bedeuteten. Entsprechend selbstbewusst ging sie am folgenden Wettkampftag in den Keulenwurf-Wettbewerb. Auch hier erzielte sie mit 17,96 m eine neue persönliche Bestleitung, die mit der Goldmedaille belohnt wurde. Zum Abschluss der viertägigen Wettkämpfe in Dubai stand für Hanna Wichmann das Diskuswerfen auf dem Programm. Mit 9,44 m übertraf sie als Zweitplatzierte ihrem im vergangenen Jahr aufgestellten Europarekord um einen Zentimeter. Auch alle weiteren Würfe landeten über der 9-Meter-Linie oder knapp darunter. 

 

Etwas Pech hatte Lindy Ave. Gleich nach der Ankunft des Teams in Dubai erwischte sie eine kräftige Erkältung, so dass sie drei Tage auf Training verzichten und auch ihren Start über 200 m absagen musste. Unter diesem Aspekt sind ihre 13,86 s über 100 m, die ihr die Goldmedaille einbrachten, sehr positiv zu bewerten. Beim Weitsprung am letzten Wettkampftag wusste Lindy mit windunterstützten 4,60 m zu überzeugen. Auch hierfür wurde sie mit Gold belohnt. 

Während Hanna Wichmann mit dem Deutschen Team noch das Meeting im Emirat Sharjah bestritt, trat Lindy Ave nach den Wettkämpfen in Dubai bereits die Heimreise an. Für sie stehen vor den Europameisterschaften erst einmal die Abschlussprüfungen ihrer Berufsausbildung an, auf die sie sich in den kommenden Wochen mit intensiver Unterstützung der Mitarbeiter am Greifswalder Berufsbildungswerk zielgerichtet vorbereitet. 

Mit 8,70 m mit dem Diskus (Platz 2), 16,69 m mit der Keule (Platz 1) sowie mit erneut gesteigerter persönlicher Bestleistung mit der Kugel (4,30 m, Platz 4) konnte Hanna Wichmann ihre sehr guten Leistungen von Dubai noch einmal eindrucksvoll bestätigen. 

Die sehr guten Ergebnisse zum Auftakt der Wettkampfsaison verdeutlichen, dass Sich Lindy Ave und Hanna durchaus berechtigte Hoffnungen machen können, sich für die Europameisterschaften zu qualifizieren. 

Text: www.vbrs-mv.de

Dr. Peer Kopelmann

 


MV-Leichtathletiknachwuchs mit starkem Auftritt beim Länderkampf
05.03.2018


LAND UND LANDESSPORTBUND SCHLIESSEN SPORTPAKT 2018 BIS 2021
01.03.2018

Das Land verstärkt seine finanzielle Unterstützung für den Sport in Mecklenburg-Vorpommern und stellt in den Jahren 2018 bis 2021 insgesamt bis zu 4 Mio. Euro zusätzlich zur Verfügung. Über die Verwendung der Mittel haben das Land und der Landessportbund einen Sportpakt geschlossen. Sportministerin Birgit Hesse, der Präsident des Landessportbundes (LSB), Andreas Bluhm, und der LSB-Geschäftsführer, Torsten Haverland, haben ihn gestern in Schwerin unterzeichnet.

„Bewegung und Sport sind gesund und machen Spaß“, sagte Sportministerin Birgit Hesse. „Sport ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung, die keine Altersgrenze kennt. Sport fördert das Miteinander und den gegenseitigen Respekt. Mit dem Sportpakt machen wir klar, dass dem Land diese Werte wichtig sind. Heute ist deshalb ein guter Tag für den Sport. Ich freue mich, dass wir den Sport im Land stärker fördern können. Die zusätzlichen Mittel kommen insbesondere den Sportvereinen zu Gute, in denen sich viele Menschen ehrenamtlich engagieren“, betonte Hesse.

Sportpakt: Verteilung der Fördermittel

Pro Jahr sind über den Sportpakt bis zu 1 Mio. Euro zusätzlich für die Sportförderung vorgesehen: 500.000 Euro stehen für den Erwerb von Großsportgeräten zur Verfügung. Weitere 250.000 Euro pro Jahr sind zur Stärkung des Ehrenamts im Sport, der Förderung der Integration, der Förderung des Kinder- und Jugendsports sowie der Förderung des Behinderten- und Gehörlosensports eingeplant. Außerdem unterstützt das Land den Nachwuchsleistungssport jährlich mit bis zu 250.000 Euro.

„Wir freuen uns sehr, dass es gelungen ist, eine Vereinbarung wie den Sportpakt zu schließen“, sagte der Präsident des Landessportbundes, Andreas Bluhm. „Zusätzlich zum Sportfördergesetz versetzt uns der Sportpakt in die Lage, mit einer vierjährigen Planungssicherheit einzelne Schwerpunkte in der Sportentwicklung Mecklenburg-Vorpommerns, wie z. B. die Bezuschussung von Großsportgeräten und den Nachwuchsleistungssport, noch mehr zu fördern. Das ist ein wirkungsvolles Bekenntnis der Landesregierung zum Sport“, so Bluhm.

Erwerb von Großsportgeräten: 500.000 Euro

Das Land unterstützt die Sportvereine bei der Anschaffung von Sportgeräten. Neben dem Materialverschleiß müssen viele Geräte ausgetauscht werden, weil sie den geforderten Sicherheitsbestimmungen nicht mehr entsprechen. Moderne Großsportgeräte sind wichtig, um Training und Wettkämpfe abzusichern. So können u. a. die Anschaffungen von Sportmatten, Kanu- und Ruderbooten, Hockeyrollstühle, Sportgeräte für das Turnen, Groß- und Kleinfeldtoren unterstützt werden.

Stärkung des Ehrenamts, Integration, Kinder- und Jugendsport, Behinderten- und Gehörlosensport: 250.000 Euro

Das Budget für die Realisierung von Ehrenamtsprojekten ermöglicht dem Landessportbund, Vereine unbürokratisch zu unterstützen. Der Leichtathletikverband will beispielsweise ein Volunteer-Programm zur Deutschen Jugendmeisterschaft im Juli 2018 in Rostock auflegen. Um das Miteinander zu fördern und Vielfalt in die Sportlandschaft zu bringen, will der LSB das bestehende Bundesprogramm „Integration durch Sport“ durch Landesmittel verstärken. Im Bereich des Kinder- und Jugendsports soll die Begeisterung von Mädchen und Jungen für den Vereinssport vermehrt geweckt werden. Geplant sind u. a. Miniturniere oder eine Kinderturninitiative. Beim Behindertensport soll vor allem die Trainersituation verbessert werden. 


Nachwuchsleistungssport: 250.000 Euro

Talente suchen, Talente finden, Talente fördern – Die stetig voranschreitende Professionalisierung des internationalen Spitzensports erfordert professionelle Förderelemente und -strukturen auch auf Landesebene. Die Talentförderung und Kaderathletenförderung sollen verstärkt und die Eltern der Kaderathleten in den Internaten der Eliteschulen des Sports, dazu zählen die Sportgymnasien in Rostock, Neubrandenburg und Schwerin, stärker unterstützt werden. Hintergrund sind vor allem gestiegene Kosten bei der Unterbringung der Athletinnen und Athleten.

Sportförderung des Landes insgesamt

In den Haushaltsjahren 2018/2019 stehen jeweils rund 10 Mio. Euro für die Sportförderung in Mecklenburg-Vorpommern bereit. Über das Sportfördergesetz stellt das Land jährlich 8,95 Mio. Euro bereit. In den vergangenen Jahren belief sich diese Summe auf lediglich 8,7 Mio. Euro. Die zusätzlichen Mittel in Höhe von 250.000 Euro sind insbesondere für eine Anpassung der Trainergehälter in den zehn Schwerpunktsportarten gedacht. Hinzu kommen weitere Landes- und EU-Mittel (ELER) für den Sportstättenbau sowie Fördermittel aus dem Strategiefonds, so dass die Zuwendungen für den Sport im Jahr 2018 auf insgesamt über 14 Mio. Euro steigen.

www.lsb-mv.de


Kugelstoßer Patrick Müller übertrift 20 METERMARKE
25.01.2018

Patrick Müller: Aus Schwäche wird Stärke

Silke Bernhart

26 Zentimeter in zwei Jahren. Und dann 90 Zentimeter innerhalb von vier Monaten: Seitdem Kugelstoßer Patrick Müller im Herbst auf die Drehstoß-Technik umgestiegen ist, macht er große Fortschritte. Es ist wie ein Neustart für den 21-Jährigen, der einst als U18-Weltmeister große Hoffnungen weckte und dann auf einem Leistungsniveau feststeckte. Ein kleines Detail, das ihn bisher ausbremste, verleiht ihm jetzt Flügel.

Es war im vergangenen Sommer. Patrick Müller feixte mit seinem damaligen Trainingspartner Christian Jagusch – der eine Angleiter, der andere Drehstoßer. Wer wohl in der jeweils anderen Technik die Kugel weiter hinaus befördern würde? Im Werfer-Mekka Kienbaum war auch David Storl dabei, als Müller und Jagusch es schließlich genauer wissen wollten. Patrick Müller ließ die Kugel fliegen. Und die landete fast genau auf der Marke, die er sich zuvor viele Jahre lang mühsam mit der Angleit-Technik erarbeitet hatte.

„Patti, du musst Drehstoßer werden“ – so in etwa lautete das Fazit von David Storl. Wer sollte einem zweimaligen Weltmeister widersprechen? Patrick Müller jedenfalls nicht. Zumal er ohnehin feststeckte in seinem alten Bewegungsmuster, nicht wirklich vorwärts kam, seit er 2015 die ersten Stöße mit der 7,26 Kilo schweren Männerkugel absolviert hatte. Noch als U20-Athlet hatte er damals 18,99 Meter erzielt. Zwei Jahre später, im zweiten Männer-Jahr? War er bei 19,25 Metern angekommen. Rasanter Fortschritt sieht anders aus.

90 Zentimeter in vier Monaten

Umso rasanter geht es vorwärts, seit der 21 Jahre alte Kugelstoßer vom SC Neubrandenburg im vergangenen Herbst auf die Drehstoß-Technik umgestiegen ist. Am Samstag war gleich im zweiten Wettbewerb der Hallensaison die 20-Meter-Marke fällig. Bei den Hallenmeisterschaften von Mecklenburg-Vorpommern in Neubrandenburg kratzte er erst mit 19,94 Metern daran, dann flog die Kugel mit 20,14 Metern darüber hinaus.

Es ist eine Weite, die im Kugelstoßen der Männer die Spreu vom Weizen trennt. Sechs deutsche Athleten konnten sie in den vergangenen zehn Jahren in der Halle übertreffen. Darunter 2012 auch Candy Bauer (LV 90 Erzgebirge). Dieser hatte mit seinem Trainer Sven Lang ebenfalls den Umstieg vom Angleiten zur Drehstoß-Technik gewagt. Jetzt ist Sven Lang wieder gefragt, denn er steht seit 2016 auch an der Seite von Patrick Müller.

Frust wandelt sich in Motivation

Patrick Müller war damals als großes Talent zur Trainingsgruppe des Kugelstoß-Bundestrainers in Chemnitz dazugestoßen. Als einstiger U18-Weltmeister und als Nummer elf der Welt in der U20-Altersklasse. Aber schon zu diesem Zeitpunkt haderte der junge Athlet mit seiner Entwicklung. „Vielleicht habe ich mich auch ein bisschen von dem Erfolg irritieren lassen und von den Erwartungen, die auf einen einstürzen“, sagt er heute. „Man denkt dann auch selbst: Eigentlich müsstest du jetzt viel weiter sein…“

Der Kugelstoßer setzte sich unter Druck, war frustriert darüber, dass er eingefahrene Muster nicht abstellen konnte: „Man kennt seine Fehler, der Trainer sagt einem irgendwie immer dasselbe. Und man kann es nicht umsetzen“, blickt er auf die schwierige Zeit zurück. „Patrick hat schon immer ordentlich trainiert“, erklärt Sven Lang, „aber wie die Motivation aussieht, wenn man auf der Stelle tritt, brauche ich ja niemandem zu erklären.“

Irgendwann zeigte ihm Patrick Müller die Videos von seinen Drehstoß-Versuchen. „Das sah schon ganz gut aus“, schmunzelt Sven Lang. Trainer und Athlet waren sich direkt einig: Mit dieser Technik soll ihr gemeinsamer Weg weiter gehen. Die Entscheidung fiel noch im Sommer, vor der U23-EM in Bydgoszcz (Polen). Dort wurde Patrick Müller mit der alten Technik und 19,23 Metern Sechster. Seit Oktober feilt das Duo nun am Drehstoß.

Tipps von US-Erfolgstrainer Don Babbitt

Bei der DLV-Wurfkonferenz in Kienbaum konnten sich beide im November sogar Tipps von einem ausgewiesenen Drehstoß-Experten holen: Der US-Amerikaner Don Babbitt, einst Trainer des Olympiasiegers von 2004 Adam Nelson und des Olympia-Dritten von 2012 Reese Hoffa, war als Referent geladen. „Wir setzen viel von dem um, was er uns gezeigt hat“, sagt Patrick Müller. „Aber er hat auch gesagt, dass man sich besonders im Drehstoßen keine Technik einfach abgucken kann – man muss eine finden, die zu einem passt. Da haben wir viel rumprobiert.“

Eine bisherige Schwäche des jungen Athleten stellt sich dabei nun als gewinnbringend heraus: „Patrick hatte beim Angleiten zwei festgefahrene Fehler, die schwer zu beheben waren“, erklärt Sven Lang. „Dazu zählte auch das Setzen des Stemmbeins, bei dem er nicht in die volle Streckung gekommen ist.“ Beim Drehstoßen ist das auch gar nicht nötig – im Gegenteil. Der Athlet dreht beim Ausstoßen über das Bein hinweg, ähnlich wie auch beim Diskuswurf.


Wählen Sie die Sportler des Jahres 2017 !
28.11.2017

Wählen Sie die Sportler des Jahres 2017 !

Der Landessportbund, die Ostsee-Zeitung sowie NDR 1 Radio MV und das Nordmagazin rufen vom 2. Dezember 2017 bis zum 13. Januar 2018 wieder gemeinsam auf, den Sportler, die Sportlerin und das Team des Jahres 2017 in Mecklenburg-Vorpommern zu wählen.

Auf der Sportgala des Landessportbundes am 24. Februar 2018 im Radisson Blu Hotel Rostock wird das Geheimnis gelüftet.

Die Sportgala wird von der AOK Nordost und die Provinzial Brandkasse Nord unterstützt.

Sie haben zwei Möglichkeiten zur Stimmenabgabe:
• online auf www.mv-sportlerdesjahres.de
• per Coupon in der OSTSEE-ZEITUNG

Die OSTSEE-ZEITUNG und NDR 1 Radio MV und das Nordmagazin bewerben die Aktion im gesamten Verbreitungs- bzw. Sendegebiet, so dass viele Bürger von der Chance erfahren, ihre „Sportlerin des Jahres", ihren "Sportler des Jahres" und ihr "Team des Jahres" mitbestimmen zu können.

Am 14. November hat die Jury nach sportlichen Kriterien Athleten für die Wahl nominiert.
Zur Jury gehören Vertreter des Landessportbundes Mecklenburg-Vorpommern e.V., der Ostsee-Zeitung und des NDR Landesfunkhauses.

In der Print- und Online-Ausgabe der Ostsee-Zeitung vom 2. Dezember sowie im Internet von Landessportbund, NDR 1 Radio MV und dem Nordmagazin werden alle Kandidaten der Sportlerwahl vorgestellt.

Mit Ihrer Stimme nehmen Sie - gemäß den Teilnahmebedingungen - automatisch an der Verlosung unserer Preise teil.

Und der Hauptpreis ist in diesem Jahr eine wunderschöne Kreuzfahrt ins Baltikum auf AIDAmar.


WADA VERBOTSLISTE 2018
19.10.2017

Anti-Doping-Kampf: WADA veröffentlicht Verbotsliste 2018

18.10.2017

Die neue Verbotsliste der Welt Anti-Doping Agentur (WADA) für das Jahr 2018 ist nun veröffentlicht worden. Das gab die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) in Bonn bekannt.

Änderungen betreffen insbesondere folgende Kategorien:

·         Neu aufgenommen in Kategorie „S2. Peptidhormone, Wachstumsfaktoren, verwandte Substanzen und Mimetika“ sind die Wachstumsfaktoren Thymosinbeta 4 und das davon abgeleitete TB-500. Beide Substanzen sind nicht als Arzneimittel zugelassen, Thymosinbeta 4 befindet sich in klinischen Studien zur Behandlung bestimmter Augenkrankheiten.

·         Tulobuterol ist als ein weiteres Beispiel für verbotene Beta-2-Agonisten in Kategorie „S3. Beta-2-Agonisten“ genannt.

·         Glycerol, ehemals gemäß Kategorie „S5. Diuretika und Maskierungsmittel“ als Plasma-expander verboten, ist in dieser Form ab 2018 erlaubt.

·         Neu in die Kategorie „S6. b: Spezifische Stimulanzien“ hinzugefügt, ist die Substanz 1,3-Dimethylbutylamin. 1,3-Dimethylbutylamin ähnelt in seiner Struktur und Wirkung dem bereits seit einigen Jahren in der Verbotsliste genannten Methylhexanamin (= 1,3-Di-methylamylamin) und kann, wie dieses, ebenso in Nahrungsergänzungsmitteln enthalten sein.

·         Alkohol ist ab dem 1. Januar 2018 nicht mehr Bestandteil der Verbotsliste.

·         Intravenöse Infusionen sind ab 2018 in einem Volumen von 100 mL und einem zeitlichen Abstand von mindestens 12 Stunden erlaubt, wenn die enthaltenen Substanzen erlaubt sind. Bis Ende 2017 beträgt das maximal zulässige Volumen 50 mL und dieses darf frühestens nach 6 Stunden erneut verabreicht werden.

Die NADA kündigte an, die Verbotsliste 2018 und die Änderungen nun ins Deutsche übersetzen zu lassen und zum Jahreswechsel auf der NADA-Homepage zur Verfügung zu stellen. Die englische Version der Verbotsliste 2018, ebenso wie die Erläuterungen zu den wichtigen Änderungen der neuen Verbotsliste und das Monitoring Program finden sich Opens external link in new windowonline.

(Quelle: NADA)


Lindy Ave - Juniorinnensportlerin des Jahres 2017 im Behindertensport
11.10.2017


Text: Deutsche Sporthilfe 

Das Team des OSP MV sagt: 
"HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH an Lindy udn ihren Trainer Dr. Peer Kopelmann. Wir wünsche EUCH weiterhin viel ERFOLG!"

WADA-VERBOTSLISTE 2018
10.10.2017


www.leichtathletik.de/news/news/detail/wada-veroeffentlicht-verbotsliste-fuer-2018/

Der Siebenkampf von Grosseto: Zwei über 6.300 Punkte, Janika Baarck 18.
24.07.2017

Silke Bernhart

Der Siebenkampf von Grosseto entwickelte sich zu einem Wettbewerb auf Weltklasse-Niveau. Mit Siegerin Alina Shukh und der zweitplatzierten Géraldine Ruckstuhl blieben gleich zwei Athletinnen bei den U20-Europameisterschaften jenseits der 6.300-Punkte-Marke. Janika Baarck beendete den Wettbewerb auf Platz 18.

 

U20-EM 2017 GROSSETO  MEHRKAMPF-RECHNER

Tag 2 

800 Meter

Spannendes Finish krönt herausragenden Siebenkampf

Alina Shukh spannte sich vor das Feld, bei 550 Metern folgte die Attacke von Géraldine Ruckstuhl. Die Schweizerin tat alles, um sich vielleicht doch noch vor bis auf den Goldrang zu kämpfen. In 2:12,56 Minuten war sie die Schnellste des Führungs-Trios. Aber es reichte nicht mehr, um Alina Shukh abzufangen, die in 2:13,52 Minuten ebenfalls schnell unterwegs war.

Ihre Punktzahlen: herausragend! Mit 6.381 Punkten holte sich Alina Shukh die Goldmedaille, 6.357 Punkte bescherten Géraldine Ruckstuhl nicht nur Silber, sondern einen neuen Landesrekord für die Schweiz. Zum Vergleich: Olympiasiegerin Nafissatou Thiam (Belgien) war 2013 mit 6.289 Punkten U20-Europameisterin geworden. Carolina Klüft (Schweden) hatten 2001 in Grosseto 6.022 Punkte zum Sieg gereicht, Dafne Schippers (Niederlande) hatte 2011 mit 6.153 Punkten Gold geholt. Und Alina Shukh hat sogar noch ein U20-Jahr vor sich!

Hinter dem Spitzen-Duo verbesserte die ebenfalls dem jüngeren U20-Jahrgang angehörige U20-Weltmeisterin Sarah Lagger (6.083 Pkt) ihren eigenen U20-Rekord für Österreich auf 6.083 Punkte. Als Vierte blieb auch noch die Britin Niamh Emerson (6.031 Pkt) über den 6.000 Punkten, Fünfte mit Landesrekord für Irland: Elizabeth Morland (5.801 Pkt).

In diesem Rekordfestival gab es auch für Janika Baarck ein versöhnliches Ende: Trotz des starken Windes rannte sie im ersten von drei 800-Meter-Läufen von der Spitze weg zum Sieg und einer neuen Saison-Bestmarke von 2:16,76 Minuten. In der Endabrechnung bedeuteten 5.371 Punkte Platz 18 – genau dieselbe Platzierung, die die Neubrandenburgerin in der Meldeliste vor den Titelkämpfen eingenommen hatte.

Speerwurf

Alina Shukh mit dem Goldwurf?

Fast zehn Meter weiter als die Konkurrenz: Alina Shukh (54,51 m) und Géraldine Ruckstuhl (54,32 m) warfen in einer eigenen Liga. Während jedoch die Ukrainerin recht nah an ihre beste Weite aus einem Siebenkampf heran kam, verlor die Schweizerin im Vergleich zu ihrer Bestmarke von Götzis (Österreich) fast 80 Punkte. Alina Shukh hat ihren Vorsprung auf Géraldine Ruckstuhl mit 5.467 Punkten minimal auf 37 Punkte ausgebaut. Da sie die bessere 800-Meter-Läuferin ist, dürfte ihr Gold nur schwer zu nehmen sein.

In diesen Regionen kann Janika Baarck (noch) nicht mitmischen – zumal der Speerwurf nicht zu ihren Lieblingsdisziplinen zählt. So waren 33,43 Meter für die Neubrandenburgerin sogar ein Erfolg, genauer gesagt Bestleistung. Rund 100 Zähler fehlen ihr nach sechs Disziplinen zur Siebenkampf-Bestleistung (5.453 Pkt), da heißt es über 800 Meter – wieder eine Stärke der 17-Jährigen – noch einmal Beine in die Hand nehmen.

Bereits entschieden scheint der Kampf um Bronze. Nach 44,02 Metern mit dem Speer findet sich Sarah Lagger vor der letzten Disziplin mit 5.172 Punkten erstmals auf einem der Medaillenränge wieder. Niamh Emerson (38,23 m) musste trotz Bestleistung Platz drei räumen, mit 5.086 Punkten hat sie vermutlich zu viel an Boden auf die Österreicherin eingebüßt, die eine starke Läuferin ist.

 

Weitsprung

Die Achterbahnfahrt geht weiter

Es bleibt ein durchwachsener Siebenkampf von Janika Baarck (SC Neubrandenburg). In den Tag startete sie mit nur einem gültigen Weitsprung-Versuch – der wurde mit 5,75 Metern gemessen. Bei der Qualifikation in Bernhausen hatte sie 20 Zentimeter mehr erzielt, ihre Bestmarke liegt gar bei 6,07 Metern. So konnte sie in einer ihrer stärkeren Disziplinen nur wenig Boden gut machen. Auf Platz 16 (3.961 Pkt) geht sie in Richtung Speerwurf.

Mit windunterstützten 6,33 Metern setzte Alina Shukh (Ukraine) am Freitag ihren Weg in Richtung Goldmedaille fort. Mit 4.519 Punkten hat sie 33 Punkte Vorsprung auf Géraldine Ruckstuhl (Schweiz), die 5,97 Meter erzielte. Beide sind herausragende Speerwerferinnen mit Bestmarken jenseits der 55 Meter, sodass sie dem Feld in der sechsten Disziplin weiter enteilen werden. Noch haben beide die Chance auf den Titel.

Zunächst mit drei ungültigen Versuchen vermerkt, wurden für die Britin Niamh Emerson nach einem Protest nachträglich doch noch 6,09 Meter in den Ergebnislisten notiert. So liegt sie mit 4.453 Punkten weiterhin auf Rang drei. Dahinter haben sich die Polin Adrianna Sulek (4.451 Pkt), und U20-Weltmeisterin Sarah Lagger (Österreich; 4.427 Pkt) einsortiert.

STIMME ZUM WETTBEWERB:

Janika Baarck (SC Neubrandenburg):
Jetzt nach den 800 Metern und der Ehrenrunde bin ich erstmal froh. Der Rest ist egal, die einzelnen Disziplinen analysieren wir dann später. Bei so einem Siebenkampf dabei zu sein ist auf jeden Fall sehr krass, aber ich kannte es ja schon vom letzten Mal in Tiflis. Da konnte man sich vorher keine Chancen ausrechnen. Zwei werden jetzt wohl auch in London dabei sein. Erstmal denkt man: Wo kriegen die die ganzen Punkte her? Aber wenn man sich die einzelnen Disziplinen anschaut, sieht man's (lacht). Ich selbst kann überall noch dran feilen, das ist alles noch nicht ausgereizt.

 

Tag 1

100 Meter Hürden

Janika Baarck muss Dämpfer verkraften

Im zweiten von vier Hürdenrennen startete Janika Baarck am Donnerstag in ihren ersten internationalen Wettbewerb der U20. Leider vermasselten ihr gleich die ersten Hindernisse einen reibungslosen Auftakt in den Siebenkampf: Die Neubrandenburgerin krachte in die ersten zwei Hürden und fand dann nicht mehr ins Rennen, das auch noch von 1,7 Metern pro Sekunde Gegenwind ausgebremst wurde. So waren nicht mehr drin als 15,19 Sekunden und 817 Punkte – ein Zwischenstand, den sich die Vierte der letztjährigen U18-EM sicher anders ausgemalt hatte: Nach dem Rennen schlug sie die Hände vors Gesicht und verließ kopfschüttelnd den Innenraum.

Schnellste Hürdensprinterin war am Donnerstag die Britin Holly McArthur (13,93 sec), auch Elizabeth Morland (Irland; 13,94 sec), Karin Strametz (Österreich; 13,97 sec) und Favoritin Géraldine Ruckstuhl (Schweiz; 13,98 sec) blieben im ersten Lauf noch unter 14 Sekunden. Der Schweizerin fehlten bei 1,5 Metern pro Sekunde Gegenwind nur drei Hundertstel zur Bestzeit. U20-Weltmeisterin Sarah Lagger (Österreich; 14,31 sec) kam nicht ganz so gut in den Wettbewerb. Die dritte 6.000-Punkte-Mehrkämpferin im Feld Alina Shukh (Ukraine) verbuchte in 14,46 Sekunden sogar eine neue Bestmarke.

Hochsprung

Janika Baarck antwortet mit Hochsprung-Bestleistung

Es war die perfekte Antwort auf den verpatzten Hürdensprint: Janika Baarck (SC Neubrandenburg) durfte in einer ihrer schwächeren Disziplinen über eine neue Bestleistung jubeln und bewies dabei starke Nerven. Schon bei 1,51 Meter eingestiegen, benötigte sie für 1,54 Meter drei Versuche. Ebenfalls erst im dritten Versuch floppte sie über 1,60 Meter. Dann packte die 18-Jährige in der prallen Mittagssonne noch 1,63 im dritten Anlauf oben drauf. Sogar 1,66 Meter waren nicht aussichtslos. Die Latte fiel nur hauchdünn – ebenfalls in Runde drei.

An der Spitze des Feldes bahnt sich schon jetzt ein Dreikampf auf herausragendem Niveau an. Géraldine Ruckstuhl setzte mit neuer Bestleistung von 1,81 Metern ihren Kurs in Richtung Hausrekord fort, Alina Shukh glänzte mit Saison-Bestmarke von 1,87 Metern, auch Sarah Lagger (1,78 m) kam höher hinaus als bei ihrem bis dato besten Siebenkampf. Alle Drei haben in den ersten beiden Disziplinen mehr Punkte gesammelt als auf dem Weg zu ihren Bestleistungen.

Kugelstoßen

Kopfschütteln bei Janika Baarck – Alina Shukh macht Druck

Einmal hat sie die 13-Meter-Marke schon überboten. In Grosseto war diese aber für Janika Baarck in weiter Ferne. Dreimal schlug die Kugel knapp hinter der 12-Meter-Marke ein. Schließlich verbuchte sie 12,28 Meter und damit 28 Zentimeter weniger als bei dem Qualifikations-Siebenkampf in Bernhausen. Die Körpersprache der 18-Jährigen verriet, dass sie damit nicht zufrieden war. In der Gesamtwertung muss sie nach drei Disziplinen mit 2.268 Punkten und Rang 21 vorlieb nehmen.

An der Spitze des Feldes baute Alina Shukh mit 13,87 Metern ihre Führung aus. Sie hat bereits 126 Zähler mehr auf dem Konto als bei ihrem bisher besten Siebenkampf Anfang Juli in Tallinn (Estland), wo sie mit 6.201 Punkten einen neuen U20-Landesrekord für die Ukraine erzielt hatte. Mit 2.766 Punkten führt sie das Feld vor Geraldine Ruckstuhl (2.735 Pkt) an, die auf für sie ordentliche 13,54 Meter kam. Auf Rang drei macht die Britin Niamh Emerson (2.656 Pkt) einen Punkt vor Iryna Rofe-Beketova (Ukraine) einen guten Wettkampf – beide werden aber wohl spätestens im Speerwurf Boden verlieren. Als Fünfte mit Kugelstoß-Bestleistung (13,26 m) pirscht sich Sarah Lagger nach vorn (2.633 Pkt).

200 Meter

Versöhnlicher Tagesabschluss

Nach den 200 Metern konnte Janika Baarck doch wieder lächeln: In 24,65 Sekunden stellte sie eine neue Saison-Bestleistung auf und war fast drei Zehntel schneller als beim Siebenkampf in Bernhausen. Nur drei Athletinnen – alle im selben Lauf – erzielten am Donnerstag bessere Zeiten. Rund 60 Zähler hat sie nun noch Rückstand auf die Halbzeit-Marke ihres besten Mehrkampfs, den sie mit 5.453 Punkten beendet hatte. Mit 3.187 Punkten übernachtet die Neubrandenburgerin auf Rang 18 von 26 Teilnehmerinnen.

An der Spitze hat Géraldine Ruckstuhl (3.646 Pkt) die Führung übernommen. Sie rannte hinter Janika Baarck in 24,74 Sekunden eine neue Bestzeit und war damit deutlich schneller als Alina Shukh (3.566 Pkt), die jedoch in 25,97 Sekunden ebenfalls in Bestform war. Der Kampf um Gold spielt sich vermutlich zwischen diesen beiden Athletinnen ab und bleibt spannend! Die Überraschung von Tag eins aber heißt Niamh Emerson. Die Britin schob sich in der Zwischenwertung mit 3.576 Punkten noch zwischen das Top-Duo, auch für sie gab's über 200 Meter in 24,64 Sekunden eine 200-Meter-Bestzeit.

STIMME ZU TAG 1:

Janika Baarck (SC Neubrandenburg):
Der Siebenkampf fing nicht nach meinen Erwartungen an. Der Hochsprung war dann gut. Klar, der knapp gerissene 1,66er war ärgerlich, aber das war schon ok. Das Kugelstoßen gehört eigentlich zu meinen Paradedisziplinen, da bin ich auch unter meinen Erwartungen geblieben. Die 200 Meter waren wieder gut – es war heute ein Auf und Ab. Von meinen Erfahrungen aus Tiflis konnte ich hier sehr viel einbringen. Damals war ich sehr aufgeregt, diesmal habe ich mich bis zum letzten Tag gar nicht so gefühlt, als hätte ich einen wichtigen Wettkampf vor mir. Ich kannte auch schon viele Athletinnen. Morgen kann wieder alles passieren.

www.leichtathletik.de

 


Grandioses LVMV-Trio bei U18-Weltmeisterschaften
19.07.2017

Von Ralf Ploen (LVMV)

Erfolgreiches LVMV-Trio bei der U18-WM in Kenia (Foto: privat)

Die drei Nachwuchsleichtathleten aus Mecklenburg-Vorpommern zeigten sich bei den U18-Weltmeisterschaften glänzend aufgelegt. In Nairobi (Kenia) errang Chima Ihenetu (SC Neubrandenburg) die Silbermedaille im Hochsprung mit 2,14 Meter. Julia Ulbricht (1. LAV Rostock) warf den Speer auf 54,77 Meter und wurde Vierte. Im Stabhochsprung ereichte Laurè Scheutzow (Schweriner SC) mit 4,00 Meter den fünften Platz!

Der Vier-Tore-Städter, bei der U18-Gala in Schweinfurt als letzter Qualifikationsmöglichkeit die Norm von 2,08 Meter überspringend, steigerte sich in Nairobi um gleich sechs Zentimeter. Mit der Höhe von 2,14 Meter holte der Schützling von Nicole Herschmann vor dem Ukrainer Vladyslav Lavskyy (2,11 Meter) völlig überraschend die Silbermedaille. Nur Breyton Poole aus Südafrika war mit 2,24 Meter besser.

Eine tolle Leistung in einem spannenden Wettkampf zeigte auch Julia Ulbricht (1. LAV Rostock). Im Speerwerfen verbesserte sie sich im letzten Versuch auf die neue Bestmarke von 54,77 Meter, doch die zweite Chinesin war noch einmal stärker und warf das 500-Gramm-Gerät auf 57,01 Meter, so dass die Hansestädterin auf Rang vier zurückfiel. Doch für die von Mark Frank betreute Athletin ist es ein sehr guter Wettkampf gewesen und sie hat auf keinen Fall eine Medaille verloren. Der Titel ging an Marisleisis Duarthe (CUB) mit dem Meisterschaftsrekord von 62,92 Meter.

Auf Rang fünf sprang Laurè Scheutzow (Schweriner SC) im Stabhochsprung. Mit 4,00 Meter stellte sie ihre persönliche Bestleistung ein. Nur sehr knapp scheiterte sie an der folgenden Höhe von 4,10 Meter. Nachdem ihre Schwester Dovile im vergangenen Jahr U18-EM-Siebte wurde und hier leider aufgrund einer Verletzung fehlte, holte nun Laurè einen weiteren internationalen Erfolg. Beide werden von Andreas Rändler trainiert.

Wir gratulieren ganz herzlich den Athleten und Trainern zum erfolgreichen Abschneiden!


Lauré Scheutzow, Julia Ulbricht und Chima Ihenetu zur Leichtathletik U18-WM
05.07.2017

Von Ralf Ploen

Foto: SCN, Abt. LA

Lauré Scheutzow (Schweriner SC) im Stabhochsprung, Julia Ulbricht (1. LAV Rostock) im Speerwerfen und Chima Ihenetu (SC Neubrandenburg) im Hochsprung sind vom DLV in das Team für die U18-Weltmeisterschaften, die vom 12.-16.07. in Nairobi stattfinden, berufen worden.Darüber hinaus wird Maja Küßner (1. LAV Rostock) im Hochsprung bei den Europäischen Jugendspielen in Györ (Ungarn) an den Start gehen.

Bei der U18-Gala in Schweinfurt, dem entscheidenden Qualifikationswettkampf, steigerte sich Chima Ihenetu (SC Neubrandenburg) als Sieger auf 2,08 Meter. Damit erfüllte er auch die Norm für die Welttitelkämpfe, nachdem er im Saisonverlauf mehrfach nur knapp scheiterte.

Lauré Scheutzow (Schweriner SC) wurde im Stabhochsprung mit einer Höhe von 3,70 Meter Zweite. Sie konnte ihre Bestleistung schon im Vorfeld auf 4,00 Meter schrauben und somit das Limit klar übertreffen. Leider verletzte sich ihre Schwester Dovile im Training, so dass sie als U18-EM-Siebte des Vorjahres leider nicht in die Endausscheidung eingreifen konnte.

Für Julia Ulbricht (1. LAV Rostock) lief es in Schweinfurt nicht so gut. Mit im Protokoll attestierten 46,52 Meter wurde sie nur Sechste. Jedoch klar erkennbar, warf sie den Speer im letzten Versuch an die 50-Meter-Linie heran. Doch gemessen wurden 46,52 Meter. Sie durfte zwar den Wurf wiederholen, der über 47 Meter weit war. Eine Eintragung in das Protokoll erfolgte nicht. Die Rostockerin wurde trotzdem nominiert, da sie in der Saison mehrfach deutlich weiter warf.

Ebenso schwer tat sich Vereinskameradin Maja Küßner. Im Hochsprung mit einer Bestleistung von 1,76 Meter angereist, übersprang sie diesmal nur 1,65 Meter. Aber auch die anderen Teilnehmerinnen blieben unter ihrem eigentlichen Niveau. So wurde sie, noch dem jüngeren Jahrgang angehörend, für die europäischen Jugendspiele, die in Györ (Ungarn) ausgetragen werden, in das Nationateam berufen.

Sehr stark präsentierte sich bei der U18-Gala Magnus Buchwald (1. LAV Rostock). Er sprintete über 200 Meter mit 21,93 Sekunden erstmals unter 22 Sekunden und wurde nur eine Hundertstel Sekunde zurückliegend Zweiter. Auch über 100 Meter verbesserte sich der Warnowstädter deutlich. Nur im Vorlauf startend, blieb die Uhr bei 10,98 Sekunden stehen. Manja Sachs (1. LAV Rostock) kam über 400 Meter Hürden auf Rang fünf mit 64,41 Sekunden.


Claudin Vita und Patrick Müller bei U23 EM am Start
21.06.2017

DLV mit großem Aufgebot zur U23-EM nach Polen

Eberhard Vollmer

Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat am Mittwoch sein Team für die diesjährigen U23-Europameisterschaften, die vom 13. bis 16. Juli im polnischen Bydgoszcz ausgetragen werden, nominiert. Es umfasst 76 Athleten (41 Männer und 35 Frauen) und hat einige Titel- und Medaillenkandidaten in seinen Reihen.

Gleich neun nominierte U23-Athleten sind dabei, die Ende Juni in Lille (Frankreich) mit der A-Nationalmannschaft des DLV um die Team-Europameisterschaft kämpfen und teilweise bereits die Normen für die Weltmeisterschaften in London (Großbritannien; 4. bis 13. August) erreicht haben.


Die bekanntesten Namen im Bydgoszcz-Aufgebot führen auch die aktuelle Europa-Bestenliste der U23 an: Konstanze Klosterhalfen (1.500 m; TSV Bayer 04 Leverkusen), Jackie Baumann (400 m Hürden; LAV Stadtwerke Tübingen), Claudine Vita (Diskus; SC Neubrandenburg) und Amanal Petros (5.000 m; SV Brackwede) stehen dort an Nummer eins. Europameister Max Heß (Dreisprung; LAC Erdgas Chemnitz) könnte schon in Lille von Platz zwei auf Rang eins der Bestenliste springen. Insgesamt 13 deutsche U23-Athleten zählen aktuell zu den Top Drei ihrer Disziplin in Europa und 42 zu den Top Acht. Das lässt in Bydgoszcz einige Erfolge erwarten.

Parallel zum U23-Team hat der DLV bereits die Geher für die WM in London nominiert:
Männer – 20 km Gehen: Christopher Linke, Nils Brembach, Hagen Pohle (alle SC Potsdam)
Männer – 50 km Gehen: Karl Junghannß (LAC Erfurt), Carl Dohmann (SCL-Heel Baden-Baden)

Das DLV-Aufgebot für die U23-EM 2017 in Bydgoszcz (Polen (13. bis 16. Juli):

Männer

DisziplinAthletVerein
100 MeterManuel EitelSSV Ulm 1846
Daniel HoffmannTSV Bayer 04 Leverkusen
200 MeterRoger GurskiLG Rhein/Wied
Kevin UgoTV Wattenscheid 01
800 MeterChristoph KesslerLG Region Karlsruhe
Marc ReutherWiesbadener LV
1.500 MeterMarius ProbstTV Wattenscheid 01
Maximilian ThorwirthSFD Düsseldorf
5.000 MeterAmanal PetrosSV Brackwede
Sebastian HendelLG Vogtland
Jonathan DahlkeTV Herkenrath
10.000 MeterAmanal PetrosSV Brackwede
Tobias BlumLC Rehlingen
400 m HürdenJonas HanßenSC Myhl LA
Joshua AbuakuLAV Oberhausen
3.000 m HindernisLennart MeseckeLG Nord Berlin
20 km GehenKarl JunghannßLAC Erfurt
Jonathan HilbertLG Ohra Energie
Nathaniel SeilerTV Bühlertal
HochsprungTobias PotyeLG Stadtwerke München
Falk WendrichLAZ Soest
StabhochsprungOleg ZernikelASV Landau
DreisprungMax HeßLAC Erdgas Chemnitz
KugelstoßenPatrick MüllerSC Neubrandenburg
Valentin DöblerLG Stadtwerke München
Simon BayerVfL Sindelfingen
DiskuswurfClemens PrüferSC Potsdam
Torben BrandtSC Magdeburg
Maximilian KlausLV 90 Erzgebirge
HammerwurfAlexej MikhailovHannover 96
SpeerwurfJonas BonewitLG Stadtwerke München
ZehnkampfTorben BlechTSV Bayer 04 Leverkusen
Tim NowakSSV Ulm 1846
Dennis HuttererASC Darmstadt
4x100 MeterManuel EitelSSV Ulm 1846
Roger GurskiLG Rhein/Wied
Kevin UgoTV Wattenscheid 01
Denis AlmasVfL Sindelfingen
Kai KöllmannTSV Bayer 04 Leverkusen
Philipp TrutenatTV Wattenscheid 01
4x400 MeterJonas HanßenSC Myhl LA
Fabian DammermannLG Osnabrück
Maximilian GrupenLV 90 Erzgebirge
Jakob KrempinTSG Bergedorf
Constantin SchmidtTSG Obertshausen
Florian WeekeLT DSHS Köln

Frauen

DisziplinAthletinVerein
100 MeterSina MayerLAZ Zweibrücken
Lisa Marie KwayieNeuköllner SF
200 MeterLaura MüllerLC Rehlingen
400 MeterLaura MüllerLC Rehlingen
1.500 MeterKonstanze KlosterhalfenTSV Bayer 04 Leverkusen
5.000 MeterAlina RehSSV Ulm 1846
Anna GehringSC Itzehoe
Carolin KirtzelLT Haspa Marathon Hamburg
10.000 MeterTatjana SchulteLC Paderborn
Felicia KörnerLG Sempt
100 m HürdenPaulina HuberLG Stadtwerke München
400 m HürdenJackie BaumannLAV Stadtwerke Tübingen
3.000 m HindernisLiane WeidnerSCC Berlin
Lea MeyerVfL Löningen
20 km GehenEmilia LehmeyerPSV Berlin
Saskia FeigeSC Potsdam
HochsprungAnne KlebschLAZ Ludwigsburg
StabhochsprungFriedelinde PetershofenSC Potsdam
WeitsprungAnna BühlerUnterländer LG
Maryse LuzoloKönigsteiner LV
DreisprungJessica MadukaART Düsseldorf
KugelstoßenClaudine VitaSC Neubrandenburg
Sarah SchmidtLV 90 Erzgebirge
Alina KenzelVfL Waiblingen
DiskuswurfClaudine VitaSC Neubrandenburg
HammerwurfSophie GimmlerLC Rehlingen
SpeerwurfChristine WinklerSC DHfK Leipzig
SiebenkampfCaroline KleinTSV Bayer 04 Leverkusen
Celina LefflerSSC Koblenz-Karthause
4x100 MeterSina MayerLAZ Zweibrücken
Lisa Marie KwayieNeuköllner SF
Chantal ButzekLC Paderborn
Nina BraunLG Olympia Dortmund
Lisa Marie NippgenLAZ Ludwigsburg
Jessica WessolyMTG Mannheim
4x400 MeterLaura MüllerLC Rehlingen
Laura MarxLT DSHS Köln
Hannah MergenthalerMTG Mannheim
Hendrikje RichterSCC Berlin
Nelly SchmidtLT DSHS Köln

text: www.leichtathletik.de

Neubrandenburgerin Janika Baarck für die U18 EM qualifiziert
15.06.2017

DLV nominiert erste Athleten für U20-EM und U18-WM

 

Pamela Ruprecht

 

Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat am Mittwoch die ersten Athleten für die U20-Europameisterschaften in Grosseto und die U18-Weltmeisterschaften in Nairobi nominiert. Insgesamt neun Mehrkämpfer – darunter U18- und U20-Weltmeister Niklas Kaul – und 13 Talente aus dem Lauf-Bereich dürfen schon jetzt mit einem Nationalmannschaftseinsatz planen.

Die ersten DLV-Teilnehmer für die U20-EM in Grosseto (Italien; 20. bis 23. Juli) und die U18-WM in Nairobi (Kenia; 12. bis 16. Juli) stehen fest. Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat am Mittwoch unter anderem sein Aufgebot im Mehrkampf für beide internationale Meisterschaften benannt.

Unter den Zehnkämpfern für die U20-Europameisterschaften sind U18- und U20-Weltmeister Niklas Kaul (USC Mainz) sowie sein Trainingskollege U18-Europameister Manuel Wagner. Zu den Siebenkämpferinnen für Grosseto gehören die U18-WM- und U18-EM-Vierten der Vorjahre Lisa Maihöfer (LG Staufen) und Janika Baarck (SC Neubrandenburg). Im Lauf-Bereich sind Pascal Kleyer (LG Region Karlsruhe), Joana Staub (LC Rehlingen) und Miriam Dattke (LG Telis Finanz Regensburg) jeweils über zwei Strecken nominiert.

Für die U18-Weltmeisterschaften konnten sich bisher fünf Athleten fest qualifizieren. Die beiden nominierten Siebenkämpferinnen Johanna Siebler (LC Überlingen) und Marshella Foreshaw (Königsteiner LV) sammelten letzten Sommer bereits bei der U18-EM in Tiflis (Georgien) internationale Erfahrung – Foreshaw allerdings über 100 Meter Hürden.

Nominierte Athleten für die U20-EM:


U20 männlich:

Disziplin                            Athlet                                  Verein

800 Meter                         Niklas Harsy                          LAZ Gießen

800 Meter                         Pascal Kleyer                        LG Region Karlsruhe

800 Meter                         Constantin Schulz                 LC Cottbus

1.500 Meter                      Pascal Kleyer                        LG Region Karlsruhe

5.000 Meter                      Markus Görger                      LAC Freiburg

Zehnkampf                       Niklas Kaul                            USC Mainz

Zehnkampf                       Maximilian Vollmer                SSV Ulm 1846

Zehnkampf                       Manuel Wagner                     USC Mainz

U20 weiblich:

Disziplin                            Athletin                               Verein

800 Meter                         Alina Ammann*                    TuS Esingen

800 Meter                         Jana Reinert                         LG Region Karlsruhe

800 Meter                         Joana Staub                         LC Rehlingen

1.500 Meter                      Patricia de Graat                  LG Olympia Dortmund

1.500 Meter                      Joana Staub                         LC Rehlingen

3.000 Meter                      Miriam Dattke                       LG Telis Finanz Regensburg

5.000 Meter                      Miriam Dattke                       LG Telis Finanz Regensburg

3.000 m Hindernis            Leandra Lorenz*                   RSV Eintracht 1949 Stahnsdorf

3.000 m Hindernis            Lisa Oed                               SSC Hanau-Rodenbach

3.000 m Hindernis            Lisa Tertsch                          Darmstadt

Siebenkampf                   Janika Baarck                     SC Neubrandenburg

Siebenkampf                    Lisa Maihöfer                        LG Staufen

Nominierte Athleten für die U18-WM:

U18 männlich:

Disziplin                               Athlet                                  Verein

Zehnkampf                          Maximilian Kluth                 ART Düsseldorf

Zehnkampf                          Leo Neugebauer                LG Leinfelden-Echterdingen

U18 weiblich:

Disziplin                               Athletin                               Verein

2.000 m Hindernis               Josina Papenfuß               TSG Westerstede

Siebenkampf                        Marshella Foreshaw         Königsteiner LV

Siebenkampf                       Johanna Siebler                 LC Überlinen


Christian Jagusch stößt 20,04 Meter
12.06.2017

Kugelstoßer Christian Jagusch hat am ersten Tag der Landesmeisterschaften von Mecklenburg-Vorpommern in Rostock für das beste Resultat gesorgt: Der Athlet vom 1. LAV Rostock zeigte am Samstag mit der 7,26 Kilo schweren Kugel den zweiten 20-Meter-Stoß seiner Karriere und seine beste Leistung seit zwei Jahren. Mit 20,04 Metern ließ er Patrick Müller (SC Neubrandenburg; 18,94 m) deutlich hinter sich. Im Stabhochsprung schwangen sich mit Gillian Ladewig und Tom-Linus Humann zwei Schweriner über die Normhöhe (5,10 m) für die U20-EM. Die kompletten Resultate finden Sie in unserer Ergebnisrubrik…

www.leichtathletik.de

Christian Jagusch gewinnt mit 19,50 Meter in Frankenberg
30.05.2017

Bei der Werfergala in Frankenberg hat Christian Jagusch (1. LAV Rostock) das Kugelstoßen der Männer mit 19,50 Meter gewonnen.

Damit konnte sich der 25-jährige gegenüber dem Auftaktwettkampf eine Woche zuvor in Halle deutlich steigern.
Auf Rang zwei folgte mit Patrick Müller (SC Neubrandenburg) ein weitere Athlet aus Mecklenburg-Vorpommern. Mit der Weite von 19,07 Meter untermauerte er deutlich seine Ambitionen in Richtung U23-EM.

Im U20-Wettbewerb konnte sich Tim Opatz (SC Neubrandenburg) als Dritter auf 18,45 Meter verbessern.

Ralf Ploen 

Lt. Landestrainer


Bestleistung und WM-Norm für Claudine Vita mit dem Diskus
16.05.2017

Vier WM-Normen für DLV-Diskuswerfer in Wiesbaden

Pamela Ruprecht

Vier DLV-Diskuswerfer haben am Samstag beim Werfercup in Wiesbaden die WM-Norm für London übertroffen. Martin Wierig musste sich nur dem Olympiasieger von 2008 Gerd Kanter geschlagen geben. Bei den Frauen führte Claudine Vita mit neuer Bestleistung ein Trio von DLV-WM-Kandidatinnen an. Dazu gab es zahlreiche Normen für die internationalen Nachwuchsmeisterschaften.

Der Diskus-Wettbewerb der Männer war der Höhepunkt des 22. WLV Werfercups in Wiesbaden. Martin Wierig konnte das ungleiche Fernduell mit den deutschen Werferkollegen beim Diamond League-Meeting in Shanghai (China) sozusagen für sich entscheiden. Mit 65,56 Metern im vierten Durchgang machte der WM-Vierte von 2013 zum Einstieg die WM-Norm (65,00 m) klar und setzte sich vorerst an die Spitze der deutschen Bestenliste.

"Das kann man aber nicht wirklich vergleichen", meinte der Magdeburger hinsichtlich der Shanghai-Ergebnisse, wo Olympiasieger Christoph Harting (SCC Berlin) als Fünfter mit 63,47 Metern das beste deutsche Resultat einfuhr. Die Bedingungen in Wiesbaden sind auf dem außerhalb des Stadions gelegenen Wurfplatz vorteilhafter, außerdem habe er keinen Reisestress und kein Jetlag gehabt.

Weiter als Martin Wieirg kam in Wiesbaden nur der Olympiasieger von 2008 aus Estland Gerd Kanter, der bereits in Runde zwei die Tages-Bestweite von 65,87 Metern vorgelegt hatte. Elf Zentimeter hinter dem Schweden Simon Petterson (64,77 m) durfte sich der Magdeburger David Wrobel über eine neue Bestleistung von 64,66 Metern freuen. Zur WM-Norm für London (Großbritannien; 4. bis 13. August) fehlen nur noch 34 Zentimeter.

Bestleistungen für Claudine Vita und Kristin Pudenz

Gleich drei WM-Normen gab es bei den Frauen: Claudine Vita, die zuvor bei schwierigen Wetter-Bedingungen – Regen und Sonne wechselten sich ab – den U23-Wettbewerb noch mit "nur" 61,70 Metern gewonnen hatte, siegte hier mit neuer Bestleistung. Im Einwerfen war der Diskus sogar an die 65-Meter-Marke geflogen, im Wettkampf schlug er im dritten und gleichzeitig besten Versuch bei 63,47 Metern ein. "Ich bin auf jeden Fall happy, dass ich im direkten Vergleich punkten konnte", sagte die U20-Europameisterin aus Neubrandenburg, die zum ersten Mal über die 63-Meter-Marke kam und die WM-Norm (61,20 m) nun auch im Vergleich mit weiteren Kaderathletinnen abrief.

Denn die DLV-WM-Tickets sind in kaum einer Disziplin so stark umkämpft wie im Diskuswurf. Auch die zweit- und drittplatzierten Werferinnen von Wiesbaden konnten den Richtwert für London überbieten. Anna Rüh, die mittlerweile für den SC Magdeburg startet, war sichtlich zufrieden mit ihren 63,05 Metern im ersten Wettkampf, da es im Training zuletzt nicht so rund gelaufen war. Darauf ließe sich aufbauen, erklärte sie. Die Potsdamerin Kristin Pudenz durfte über 62,89 Meter jubeln – ihr bisher weitester Wurf der Karriere.

Clemens Prüfer trumpft im ersten U23-Jahr auf

Bei den U23-Junioren schafften sogar die ersten Vier die Norm für den internationalen Höhepunkt der Altersklasse – die U23-EM in Bydgoszcz (Polen; 13. bis 16. Juli). An der Spitze drehte Clemens Prüfer in seinem ersten U23-Jahr mit sehr starken 62,04 Metern – erzielt im fünften Durchgang – auf. Damit konnte er seinen älteren Bruder Henning (beide SC Potsdam), der als Dritter mit 60,93 Metern ebenfalls die Norm (59,00 m) abhakte, im internen Bruder-Duell übertreffen. "Es ist aber eher so, dass wir uns gegenseitig unterstützen und nicht als Konkurrenten sehen", sagte der Sieger, der von dem Wurf positiv überrascht war.

Zwischen die Brüder schob sich Maximilian Klaus. Der Werfer vom LV 90 Erzgebirge verbesserte sich mit dem Männer-Diskus auf 61,34 Meter. Und auch Merten Howe (SC Neubrandenburg; 59,07 m) konnte im ersten Jahr bei den Aktiven um sieben Zentimeter direkt die Norm für Bydgoszcz übertreffen.

Auch in den U20-Diskus-Wettbewerben gab es zahlreiche gute Leistungen, die für einen Start auf internationaler Ebene qualifizieren. Beim männlichen Nachwuchs gelang es ebenfalls einem Quartett, die U20-EM-Norm (56,00 m) für Grosseto (Italien; 20. bis 23. Juli) zu erfüllen – darunter die Medaillengewinner der U18-EM in Tiflis (Georgien) Tim Ader (SC Neubrandenburg; 59,31 m) und Jan Vasco Bringmann (LC Cottbus; 57,25 m) sowie die zweit- und viertplatzierten Tobias Köhler (SV Halle; 58,19 m) und Jakob Arbeit (SV Preußen Berlin; 56,08 m).

www.leichtathletik.de

 


Claudine Vita kratzt an Bestleistung
03.05.2017

Die Hallen-EM-Fünfte im Kugelstoßen Claudine Vita hat am Samstag bei der Bahneröffnung ihres Heimatvereins SC Neubrandenburg an ihrer Diskus-Bestleistung gekratzt. Mit vier Würfen jenseits der 60-Meter-Marke bewies die 20-Jährige eine stabile, starke Frühform.

Die Neubrandenburgerin Claudine Vita erwischte einen starken zweiten Freiluft-Wettkampf im noch jungen Leichtathletik-Jahr 2017. Die 20-Jährige schleuderte ihre Diskusscheibe in allen vier gültigen Versuchen über die 60-Meter-Marke. Der weiteste Wurf wurde im zweiten Durchgang mit 62,60 Metern gemessen. Damit verfehlte die Hallen-EM-Fünfte mit der Kugel ihre Bestleistung aus dem Vorjahr um lediglich 17 Zentimeter.

Claudine Vita übertraf auch dreimal die geforderte DLV-Norm für die Weltmeisterschaften in London (Großbritannien; 4. bis 13. August), die bei 61,20 Metern liegt – der Wettbewerb entsprach allerdings unter anderem aufgrund des kleinen Teilnehmerfeldes (nur zwei Athletinnen waren am Start) nicht den Kriterien eines Norminierungs-Wettkampfes.

Die U20-Europameisterin hat spätestens beim Werfercup in Wiesbaden am 13. Mai die Chance, ihre Leistung im Kreise weiterer Kaderathletinnen zu bestätigen und sich so für die WM in London zu empfehlen. Für die U23-EM in Bydgoszcz (Polen; 13. bis 16. Juli) hatte Claudine Vita bereits beim Winterwurf-Europacup in Las Palmas (Spanien) mit 58,76 Metern die Norm erfüllt. 

Text: Pamela Ruprecht

www.dlv.de

 


Olympia: Bridgestone Deutschland startet Kommunikationskampagne
28.04.2017

Sportdeutschland bewegt sich

Hier ist der Link zum Thema:

https://www.egalwaskommt.de/

Claudine Vita knackt 18 Meter und Europas Top Fünf
06.03.2017

Pamela Ruprecht (www.leichtathletik.de)

Werferin Claudine Vita hat am Freitagabend im Kugelstoß-Finale der Hallen-EM in Belgrad beim Sieg der ungarischen Titelverteidigerin Anita Márton den fünften Platz belegt. Die 20-Jährige konnte im richtigen Moment zum ersten Mal die 18-Meter-Marke knacken.

Schon die Qualifikation war für Claudine Vita gut gelaufen. In der zweiten Runde hatte die Neubrandenburgerin mit 17,83 Metern ihre Hallen-Bestleistung knapp übertroffen. Im Finale konnte sich die U20-Vize-Europameisterin nochmals steigern und direkt im ersten Versuch zum ersten Mal die 18-Meter-Marke knacken. Mit 18,09 Metern setzte sie sich zunächst an Position zwei hinter die favorisierte Ungarin Anita Márton, die in der dritten Runde auf die Weltjahresbestweite von 19,24 Meter erhöhte.

In dritten Durchgang schlugen einige Kugeln der Konkurrenz noch deutlicher hinter den 18 Metern ein: Die Bulgarin Radoslava Mavrodieva mit neuer Bestleistung (18,36 m; Silber), die Weißrussin Yulia Leantsiuk mit 18,32 Meter (Bronze) und die Schwedin Fanny Roos mit Landesrekord (18,13 m) schoben sich vor Claudine Vita, die mit 17,98 und 18,09 Metern zwei weitere gute Stöße zeigte. Auch diese Weiten lagen über ihrer bisherigen Freiluft-Bestmarke (17,90 m).

Anita Márton kratzt am Landesrekord

An dieser Reihenfolge der ersten fünf Plätze änderte sich im späteren Verlauf des Wettbewerbes nichts mehr. Gold ging wie erwartet an die Olympia-Dritte von Rio de Janeiro (Brasilien) und EM-Zweite Anita Márton, die im Ring mit ihrer Drehstoß-Technik dominierte. Mit ihrer Siegesweite aus dem letzten Durchgang (19,28 m) blieb die 28-Jährige nur fünf Zentimeter unter ihrem Hallen-Landesrekord. 

Für Claudine Vita ging mit der internationalen Teilnahme bei den Aktiven und dem Final-Einzug ein Traum in Erfüllung. Die U20-Europameisterin mit dem Diskus schaffte im vergangenen Jahr mit ihrem eigentlich stärkeren Wurfgerät (62,77 m) locker die Olympianorm, konnte aber aufgrund des hohen Niveaus der DLV-Athletinnen nicht mit nach Rio reisen. In Belgrad nicht am Start war Christina Schwanitz (LV 90 Erzgebirge), die Kugelstoß-Weltmeisterin legt eine Babypause ein.

STIMME ZUM WETTKAMPF

Claudine Vita (SC Neubrandenburg):
Ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden. Ich glaube, man kann sich nichts Besseres vorstellen, als beim Höhepunkt seine Bestleistung abzurufen. Das war auch mein erster 18-Meter-Stoß. Das fühlt sich schon nach etwas Besonderem an. Wir werden so weitermachen wie gehandhabt. Man sieht, es bekommt mir gut, wenn ich beide Disziplinen [Diskus und Kugel] weiterhin trainiere und im Wettkampf bestreite. Ich fühle mich gut, so wie es momentan läuft.

 


Triathlet Peer Sönksen gewinnt DM-Titel über 3000 Meter
27.02.2017

Triathlet Peer Sönksen gewinnt DM-Titel über 3000 Meter

Der Neubrandenburger Peer Sönksen war nicht wegen des Meisterschaftsrennens nach Sindelfingen gekommen, sondern um Kilometer zu machen. Der eigentliche Triathlet will nämlich bei den Junioren-Europa- und Weltmeisterschaften in diesem Jahr wieder auf das Podium. 2015 gewann er bereits den Vize-Weltmeistertitel in der U20 dieser Disziplin. "Ich wollte heute auf Zeit laufen, nicht auf die Platzierung", meinte Peer Sönksen. Ein ungewöhnlicher Satz, den man von den Nachwuchs-Leichtathleten nicht hört. Da geht es immer um den Titel.

Peer Sönksen nahm beides mit. Eine gute Zeit (8:26,59 min), mit der er auch den Sieg holte. Die Spezialisten hatten das Nachsehen, als der Triathlet vom SC Neubrandenburg sich nach rund einem Drittel des Rennens an die Spitze setzte und unaufhaltsam davon zog. Im Kampf um Silber setzte sich nach mehreren Positionswechseln der U18-EM-Vierte Mohamed Mohumed (LG Olympia Dortmund; 8:38,38 min) gegen Steffen Ulmrich (MTG Mannheim; 8:38,85 min) durch. pr


DM-Silber für Mara Häusler im Dreisprung

Überaus konstant war die Serie, mit der Leonie Neumann von der LG Filder zum Meistertitel flog. Auf der Siegerurkunde wurden schließlich 12,49 Meter verewigt. „Naja, die Weite ist nicht so berauschend, aber über einen deutschen Meistertitel freut man sich natürlich immer“, sagte die Studentin, die in letzter Zeit ihr Umfeld beträchtlich verändert hat. „Ich bin nach Tübingen umgezogen und habe vor drei Wochen meinen Trainer gewechselt. An die Umstellungen muss ich mich erst einmal gewöhnen“, so der neue Schützling von Johannes Ferdinand. „Mein Ziel ist, dass im Sommer eine 13 vor dem Komma steht“, gab sich die Württembergerin ebenso erwartungsvoll wie kämpferisch.

Die U18-EM-Fünfte Mara Häusler ersprang nach Verletzungssorgen den Titel der Vize-Meisterin. Je länger der Wettkampf dauerte, desto sicherer wurden ihre Sprünge, auch wenn die Athletin vom 1. LAV Rostock zunächst mit Ladehemmungen zu kämpfen hatte. Schließlich landete sie bei 12,15 Metern. Ein Zentimeter weniger wurde für Caroline Joyeux gemessen. Die erst 16-Jährige von der LG Nord Berlin heimste mit 12,14 Metern bei der U20 DM-Bronze ein. Hk

 

DM-Silber für Luca Meinke im Hochsprung

Es war der letzte Wettbewerb, der nach einem ereignisreichen Leichtathletik-Wochenende zum Abschluss lief. Und es lohnte sich für die klatschenden Zuschauer noch da zu bleiben. Denn Lucas Mihota (SB DJK Rosenheim) versuchte sich, als er mit im dritten Versuch übersprungenen 2,20 Metern als Sieger lange feststand, sogar an 2,25 Metern. Noch vergeblich, aber alles andere als aussichtslos. Die Bestmarke des Überfliegers steht seit diesem Winter bei sehr starken 2,23 Metern.

Der U18-Europameister gewann in Sindelfingen also mit der gleichen Höhe, mit der der Titel bei der Hallen-DM in Leipzig an Mateusz Przybylko (TSV Bayer 04 Leverkusen) wegging. Der Grund, weshalb Lucas Mihota dort nicht am Start war: "Ich bin nicht der Typ, der zwei solche Wettkämpfe innerhalb so kurzer Zeit aushält, da spielt mein Rücken nicht mit und das hier heute war mir wichtiger." Seine Flug-Show konnte auch eine Autopanne auf dem Weg nach Sindelfingen und eine Erkältung unter der Woche nicht aufhalten. Durch hartes Training gepaart mit Spaß ging es in den letzten Monaten nochmal eine Etage höher.

Auf den Silberrang sprang der U18-EM-Siebte Luca Meinke (Schweriner SC) mit 2,09 Metern im ersten Anlauf. 2,12 Meter waren dann zu hoch. Bronze gewann der U18-WM-Teilnehmer von 2015 Remo Cagliesi (TLV Germania Überruhr) mit 2,06 Metern. pr

Text: www.leichtathletik.de


Olympia: Doppelvergabe "nun wahrscheinlicher"
23.02.2017

 Dem IOC gehen die Olympia-Kandidaten aus

Der Rückzug Budapests als Bewerber für Olympia 2024 ist ein erneuter Schlag für das IOC und nährt die Spekulationen um eine Doppelvergabe der Spiele 2024 und 2028.

Wieder ein Korb für das IOC, doch dieses Mal dürfte sich der Frust in Grenzen halten. Denn sollte das Internationale Olympische Komitee am 13. September die Sommerspiele 2024 und 2028 tatsächlich in einem Zug vergeben, hätte Budapest eh keine Rolle gespielt. Hierfür sind Paris und Los Angeles vorgesehen.

Und dennoch ist der Rückzug von Budapest bitter. Nach Boston, Hamburg und Rom sprang nun schon der vierte Kandidat ab. Jeder Rückzug stellt die olympische Idee in Frage. Das IOC wollte den Vorgang nicht kommentieren. Man warte ab, bis man eine offizielle Mitteilung des Nationalen Olympischen Komitees Ungarns erhalte, hieß es.

"Entscheidung negativ für IOC"

"Natürlich ist diese Entscheidung negativ für das IOC", sagte IOC-Ehrenmitglied, Walther Tröger. Die Argumente der Olympia-Gegner machten eins klar, "man vertraut der Agenda von IOC-Präsident Thomas Bach nicht, vor allem in der Frage, wie das IOC mit seinen Bewerbern umgeht", sagte der 88-Jährige.

Besonders bitter: Wieder scheiterte eine Bewerbung an der Meinung der Bürger. Eine Gruppe von Aktivisten hatte in der ungarischen Metropole über 250.000 Unterschriften gesammelt und damit ein Bürgerreferendum erzwungen. Darauf wollten sich die Politiker um Ministerpräsident Viktor Orban nicht mehr einlassen - hätte es doch eine krachende Niederlage gegeben.

Los Angeles und Paris favorisiert

So verbleiben nur noch Paris und Los Angeles im Rennen, beide wie gemacht für eine Doppelvergabe auf der IOC-Session am 13. September in Lima. Paris könnte für 2024 den Zuschlag erhalten, LA für die Spiele vier Jahre später. "Es ist nun wahrscheinlicher, dass man beide Spiele zusammen vergibt", sagte Sportökonom Wolfgang Maennig.

Wie der Ruder-Olympiasieger von 1988 glaubt, könne es sich das IOC bei einer Abstimmung für 2024 nicht erlauben, eine dieser wichtigen Städte durchfallen zu lassen. "Dieser Kandidat schmollt und kommt für 2028 nicht wieder", so Maennig.

Nach Einschätzung von Tröger hatte die Debatte um die Doppelvergabe einen negativen Einfluss auf Budapest. "Das ist ein Verlierer, der aus der politischen Lage und aus der Diskussion um die Doppelvergabe entstanden ist", sagte Tröger. Dass der Name der ungarischen Hauptstadt in der Debatte nie eine Rolle gespielt hat und nur immer Los Angeles und Paris genannt wurden, hätte "den letzten Ausschlag für das Nein gegeben".

Absage-Flut stellt IOC vor Probleme

Die Liste der Rückzieher-Städte ist mittlerweile lang und stellt das IOC und seine Reformbemühungen in kein gutes Licht. Auch vor den Winterspielen 2022, die in Peking stattfinden, hat es in München, Krakau, Lemberg und Stockholm vier Aussteiger gegeben. Am Ende blieben mit Peking und Almaty/Kasachstan gerade mal zwei Kandidaten über - wie nun auch für 2024.

"Was passiert eigentlich, wenn noch einer der beiden Kandidaten zurückzieht. Gar nicht auszudenken", meinte Tröger und sprach einen wunden Punkt an. Maennig findet zumindest den Gedanken nicht völlig abwegig. "Auch in Paris gibt es eine große Mehrheit gegen Olympia", sagte der Experte: "Doch dort verzichten sie auf ein Referendum - zum Glück für die olympische Familie."

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McLaren-Bericht: Hörmann will Klarheit
23.02.2017

Alfons Hörmann fordert Klarheit in Sachen McLaren-Bericht

DOSB-Präsident Alfons Hörmann hat im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang erneut zeitnah Konsequenzen aus dem Bericht des WADA-Sonderermittlers Richard McLaren gefordert.

 "In den nächsten vier bis sechs Monaten muss in Sachen McLaren-Bericht Klarheit geschaffen sein, sonst entsteht wie vor Rio wieder ein zu großer Zeitdruck für die dringend notwendigen Entscheidungen auf internationaler Ebene", sagte Hörmann im Gespräch mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

 Große Hoffnungen verbindet der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes mit der Analyse des Berichts jedoch nicht. "Ich hoffe, dass diesmal konsequent gehandelt wird, aber aufgrund der juristischen Faktenlage ist zu befürchten, dass mehr russische Athleten in Südkorea dabei sein werden, als uns lieb sein kann", sagte Hörmann.

 Vor den Spielen im vergangenen Sommer hatte der erste Teil des McLaren-Berichts im Auftrag der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) staatlich gestütztes Doping in Russland nahegelegt. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) verzichtete auf den Ausschluss Russlands und überließ die Entscheidung über mögliche Sperren den Weltverbänden, in Rio gingen letztlich fast 300 russische Athleten an den Start. Der zweite McLaren-Report bestätigte die ersten Erkenntnisse. Insgesamt sollen über 1000 Sportler von Doping-Vertuschungen profitiert haben, unter anderem bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi.

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Olympiamannschaft wird zu „Team Deutschland“
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Am 9. Februar 2018 werden die deutschen Wintersportlerinnen und -sportler in PyeongChang unter neuem Namen, mit neuem Logo auf der Brust und mit einer klaren Haltung in die 23. Olympischen Winterspiele starten.

 

 

Team D ist das neue Markenzeichen der deutschen Olympiateilnehmerinnen und -teilnehmer. Logo: DOSB

Das „Team Deutschland“ ist aber weit mehr als die deutsche Mannschaft bei den Olympischen Spielen. Ab sofort findet die Kommunikation rund um die olympischen Athletinnen und Athleten unter dieser Klammer statt – auch in der Zeit zwischen den Spielen. So unterschiedlich und heterogen die Athletinnen und Athleten aus den verschiedenen Sportarten auch sind, sie haben dasselbe Ziel vor Augen: als Teil von „Team Deutschland“ die magischen Momente erleben, die es nur bei Olympischen Spielen gibt. Dafür gehen sie täglich an ihre Grenzen und wachsen nicht nur während der Olympischen Spiele, sondern jeden Tag über sich hinaus – stets fair und mit Respekt.

Diese Haltung spiegelt sich im neuen Logo von Team Deutschland wieder: Der Fokus liegt auf dem D in Nationalfarben, dessen Geradlinigkeit die klare Positionierung für fairen und sauberen Sport symbolisiert, das durch seine fließenden, runden Formen aber auch Dynamik sowie Sympathie, Emotionalität und Freude am Sport ausdrückt. Gleichzeitig stellt das neue Logo das Team selbst optisch klar in den Mittelpunkt und würdigt dessen herausragende Leistung.

Moritz Fürste, Doppel-Olympiasieger im Hockey, der den Prozess als Direktor Sportmarketing der Agentur thjnk begleitet hat, freut sich über das Ergebnis: „Es hat unfassbar viel Spaß gemacht, die Marke `Team Deutschland` zu entwickeln, eine gemeinsame Haltung zu erarbeiten und dem Ganzen ein neues Gesicht zu geben, das widerspiegelt, was uns als Team ausmacht. Wir arbeiten hart für unsere persönlichen Erfolge, spielen aber immer fair. Wir respektieren unsere Gegner und machen unsere Fans stolz, indem wir immer wieder über uns hinauswachsen. Und das das ganze Jahr über, nicht nur bei Olympischen Spielen.“

Auch zahlreiche weitere Athletinnen und Athleten waren in den Prozess eingebunden, der im März 2016 begann. In die qualitative Marktforschung, umgesetzt vom rheingold Institut Köln, und in prozessbegleitende Feedbackgespräche wurden Sommersport- und Wintersportathleten, erfahrene Olympiateilnehmer und Nachwuchsathleten, Mannschafts- und Einzelsportler, männlich und weiblich, mit einbezogen. Zudem wurden Aussagen von Sportlerinnen und Sportlern in Interviews oder in den sozialen Netzwerken berücksichtigt. Im Herbst 2016 wurden ca. 500 Athletinnen und Athleten (Olympiateilnehmer/innen Rio und Sotschi) zur Positionierung befragt. Von 160 Athletinnen und Athleten, die sich beteiligten, gaben 93 Prozent an, sich mit der Positionierung stark oder sehr stark (75 %) zu identifizieren. Das Logo entstand auf dieser Grundlage durch die loved GmbH.

Säbelfechter Max Hartung, Olympiateilnehmer und Vorsitzender der DOSB-Athletenkommission, hat sich intensiv mit der Thematik beschäftigt. „`Team Deutschland` gefällt mir richtig gut. Das Logo hat einen hohen Wiedererkennungswert, und damit sind wir auch zwischen den Spielen als Mannschaft erkennbar. Ich glaube, das wird richtig gut“, sagt Hartung.
 
Amelie Kober hat beim Markenprozess ebenfalls mitgewirkt: „Es war super spannend, die Entstehung von `Team Deutschland` begleiten zu können. Vom ersten Interview bis hin zum neuen Logo – und der Höhepunkt kommt dann hoffentlich in PyeongChang“, sagt die zweimalige Olympiamedaillengewinnerin im Snowboard. „Besonders wichtig finde ich, dass das Thema Fairplay so eine große Rolle spielt. Erfolgreich sein, bedeutet fair zu sein. Und das trifft voll auf Team Deutschland zu.“

Die Spiele in PyeongChang hat auch Lisa Zimmermann, Weltmeisterin im Ski-Freestyle, fest im Blick: „´Team Deutschland´ stellt die Athletinnen und Athleten in den Mittelpunkt, es verbindet und motiviert zugleich, das große Ziel Olympische Spiele zu erreichen. Das wäre eine Riesensache, wenn ich mit dem neuen Logo auf der Bekleidung in PyeongChang bei der Eröffnungsfeier ins Stadion laufen könnte.“

Auch Felix Loch, dreifacher Olympiasieger im Rodeln, freut sich über das neue Erscheinungsbild von Team Deutschland: „Ich finde es super, dass wir durch ´Team Deutschland´ stärkere Sichtbarkeit nach außen bekommen. Ich bin stolz, Teil dieser super Truppe zu sein.“

Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) beschreibt die Ziele der neuen Marke so: „Unsere Athletinnen und Athleten sind nicht nur sportlich erfolgreich, sondern verkörpern als Sympathieträger und Vorbilder auch die Werte, die unseren Sport ausmachen und die in unserer Gesellschaft zählen. Das haben sie zuletzt bei den Olympischen Spielen in Rio eindrucksvoll gezeigt. Wir wollen unsere Sportlerinnen und Sportler mit ihrer Haltung in der deutschen Öffentlichkeit noch bekannter machen. Von einem starken ´Team Deutschland´ werden langfristig sowohl der Spitzen- als auch der Breitensport profitieren.“

Doch nicht nur die olympischen Athletinnen und Athleten vereinen sich unter „Team Deutschland“, stellt Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes, in Aussicht: "Die Paralympische Mannschaft ist Bestandteil dieses Projektes und wird demnächst unter dem gleichen Kommunikationsdach auftreten. Mit der Teilhabe am Team Deutschland unterstreichen wir die im Leistungssportkonzept festgeschriebene Gleichrangigkeit von olympischen und paralympischen Athleten."

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