Rudern - Neuigkeiten

Hannes Ocik und Deutschland-Achter 2017 ungeschlagen
10.07.2017

Der Deutschland-Achter hat neben der Goldmedaille auch den Gesamtweltcup gewonnen

So durchwachsen wie das Wetter - Schauer und Sonne wechselten sich ab – war auch die Ausbeute der drei deutschen Boote in den heutigen A-Finals. Einzig der Deutschland-Achter konnte in einem spannenden Krimi gegen Australien die Goldmedaille holen. Der Frauen-Doppelvierer wurde Vierter, für Annekathrin Thiele im Frauen-Einer war nach einer anstrengenden Woche heute nicht mehr als Platz sechs drin.

Achter-Krimi auf dem Göttersee

Mit dem Rückenwind von Henley ging der Deutschland-Achter das Finale auf dem Rotsee an. Nach 500 m lag das DRV-Flaggschiff 0,5 Sekunden vor Rumänien, auf dem folgenden Streckenabschnitt konnten sie den Vorsprung verdoppeln. Doch die Australien kamen immer näher, auf dem letzten halben Kilometer entwickelte sich ein richtiger Krimi zwischen Australien und Deutschland, mit einem Luftkasten Vorsprung gewann das Team von Trainer Uwe Bender Gold und sicherte sich zudem den Gesamtweltcupsieg. „Wir hatten erwartet, dass die Australier alles versuchen würden, dass es ein enges Rennen wird. Aber die Jungs haben gekämpft“, so Uwe Bender nach dem Sieg. „Das ist bisher eine tolle Saison, alles was jetzt noch kommt, ist Zusatz.“

Nach Platz vier in Poznan wollte der Frauen-Doppelzweier mit Carlotta Nwajide und Julia Leiding heute im B-Finale noch einmal angreifen. Die Schützlinge von Premysl Panuska kamen gut vom Start weg, bei der 1000 m Marke lagen sie eine knappe Bootslänge hinter den Führenden aus Italien. Auf dem letzten Streckenabschnitt schlossen Griechenland und Tschechien auf das deutsche Boot auf, es kam zum Schlussspurt. Am Ende wurde es Platz vier für Carlotta und Julia. „Bestes Rennen. Wir freuen uns, dass wir die Holländer schlagen konnten, die bei der EM noch vor uns waren. Wir sind zuversichtlich, dass wir uns in den kommenden Wochen noch verbessern können.“

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Julia Leiding und Hannes Ocik rudern beim Weltcup-Finale in Luzern
04.07.2017

51 DRV-Athleten beim WM-Test in Luzern am Start

Luzern als letzte Standortbestimmung vor der Weltmeisterschaft Ende September.

Der DRV-Tross reist mit 51 Athleten zum Weltcup nach Luzern (Schweiz). Nach Poznan ist es für die deutsche Nationalmannschaft in diesem Jahr erst die zweite Weltcup-Station, da Belgrad im Mai ausgelassen wurde. Auf dem Rotsee gilt es, die Weichen für das Saisonhighlight, die Weltmeisterschaft Ende September in Sarasota (Florida), zu stellen.

Mit Rückenwind zum Weltcup
Nach dem Sieg bei der Henley Royal Regatta fährt der Deutschland-Achter mit viel Rückenwind in die Schweiz. Als als Halter der frisch aufgestellten Weltbestzeit in Polen will das DRV-Flaggschiff die aufstrebende Form weiter bestätigen. Das gleiche gilt für Annekatrin Thiele, die nach dem Sieg im Frauen-Einer bei der königlichen Regatta mit viel Selbstbewusstsein anreist.

Der von Marcin Wittkowski trainierte Frauen-Doppelvierer tritt wieder in der EM-Besetzung an, die in Racice überraschend Gold holte.

Nach dem meldungsbedingten Verzicht in Poznan ist Luzern für den Leichten-Männer-Vierer ohne Steuermann der erste Weltcup-Auftritt in dieser Saison. Der Leichtgewichts-Zweier mit Jason Osborne und Lucas Schäfer kann hingegen krankheitsbedingt leider nicht an den Start gehen.

Wichtiger Baustein hinsichtlich WM
„Luzern ist die letzte Standortbestimmung und vor allem für die jungen Mannschaften ein wichtiger Baustein im Hinblick auf die WM in Florida. Danach beginnt die lange Trainingsphase als Vorbereitung“, erklärt Cheftrainer Marcus Schwarzrock und ergänzt: „Im Vergleich zu der EM in Racice und dem letzten Weltcup in Poznan sind traditionsgemäß beim Weltcup-Finale auf dem Rotsee alle großen und erfolgreichen Nationen vertreten, das macht es spannend. Leider hatten wir in den letzten beiden Wochen krankheitsbedingt einige Trainingsausfälle zu verzeichnen.“

Sportdirektor Mario Woldt sieht dem finalen Test in Luzern trotz der Krankheitsfälle positiv entgegen. „Insbesondere die Ergebnisse, die bei den Regatten von Amsterdam und Henley durch deutsche Mannschaften erzielt wurden, stimmen mich optimistisch.“

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Deutschlandachter mit Hannes Ocik als Schlagmann rudert Weltbestzeit
19.06.2017

Beim Weltcup in Poznan ist der Deutschland-Achter Weltbestzeit gefahren. Der Männer-Vierer hat die Bronzemedaille gewonnen. Alle anderen deutschen Boote haben das Podium leider knapp verpasst.

Bei Sonnenschein und besten Bedingungen auf dem Maltasee fuhr der Deutschland-Achter mit Johannes Weißenfeld, Malte Jakschik, Richard Schmidt, Torben Johannesen, Jakob Schneider, Maximilian Planer, Felix Wimberger, Schlagmann Hannes Ocik  (Schwerin) und Steuermann Martin Sauer das perfekte Rennen und stellte mit 5:18.680 Min eine neue Weltbestzeit auf. Erst fünf Sekunden nach dem Flaggschiff des DRV kamen die Zweitplatzierten aus Neuseeland ins Ziel, das Boot aus Großbritannien wurde Dritter.

Einen weiteren Podiumsplatz feierte der Männer-Vierer ohne mit Paul Gebauer, Chris Reinhardt, Finn Schröder und Wolf-Niclas Schröder. Das von Christian Viedt trainierte Quartett musste nur den Booten aus Australien und Großbritannien, dem Olympiasieger aus Rio, den Vortritt lassen.

Naske ist in der Weltspitze angekommen
Tim Ole Naske hat im Männer-Einer das Podium als Vierter knapp verpasst. Bei der Weltbestzeitfahrt des Neuseeländers Robert Manson konnte der Deutsche Meister das Tempo nicht ganz mithalten, hat aber mit Platz vier bewiesen, dass er in der Weltspitze angekommen ist.

Beim Sieg der Österreicherin Magdalena Lobing ruderte Annekathrin Thiele ebenfalls auf Rang vier. Nach ihrer ersten internationalen Einzelmedaille in Racice hat die Leipzigerin auch in Poznan starke Rennen abgeliefert.

Eine spannende Angelegenheit war das Rennen des Frauen-Doppelvierer. Nur 20 Hundertstel fehlten dem deutschen Boot mit Carlotta Nwadjide, Charlotte Reinhardt, Frauke Hundeling und Julia Leiding (Rostock) auf die Dritten aus China. Der Männer-Doppelvierer von Cheftrainer Marcus Schwarzrock erwischte nicht den besten Tag. Timo Piontek, Philipp Syring, Max Appel und Tim Grohmann mussten sich mit Platz sechs begnügen.

Leichtgewichts-Zweier werden beide Fünfter
Frieda Hämmerling und Daniela Schultze wurden in einem starken Starterfeld Fünfte im Frauen-Doppelzweier.

Nach der beeindruckenden Leistung im gestrigen Hoffnungslauf hat der Leichtgewichts-Zweier mit Ronja Fini Sturm und Leonie Pless sich heute noch einmal zeitlich gesteigert, das Duo wurde am Ende Fünfte. Dort landete auch der Leichtgewichts-Zweier der Männer. Jason Osborne und Lucas Schäfer steigerten sich ebenfalls und fuhren beim Sieg der dominanten Franzosen ein starkes Rennen.

„Mit 9 A-Finalteilnahmen in 11 gemeldeten Bootsklassen sind wir auf den ersten Blick breit aufgestellt. Die Erfolge im Männer-Riemen-Bereich sprechen für die konsequente Arbeit und gemeinsamen Kilometer in diesen Bootsklassen", so Sportdirektor Mario Woldt. "Die Mannschaft strahlte einen positiven Teamgeist aus, der sich in der beeindruckenden Zeit von 5:18 Min im Männerachter niederschlägt." Zudem hat der Weltcup vor Augen geführt, "dass wir im internationalen Vergleich noch große Schritte gehen müssen. Wir haben ein breites Potential, aus dem es nun gilt, die Spitze herauszuformen. Dem sehe ich mit großer Zuversicht entgegen."


Julia Leiding und Hannes Ocik im DRV-Weltcup Team
15.06.2017

DRV reist mit 44 Athleten zum Weltcup nach Poznań

Am kommenden Wochenende, vom 16.-18. Juni, findet in Poznań (Polen) der erste Weltcup für die deutsche Nationalmannschaft statt, nachdem der DRV zur ersten Weltcupstation in Belgrad Anfang Mai nicht gemeldet hatte. 
Insgesamt 44 Athleten wurden vom DRV nominiert. Das Rennen der Leichtgewichts-Männer-Vierer ohne (LM4 -) wurde aufgrund geringer Meldezahlen abgesagt.

Poznań ist nach der Europameisterschaft in Racice (Tschechien) der nächste Gradmesser und der vorletzte Test vor den Weltmeisterschaften Ende September in Sarasota, Florida.

„Die Regatta ist ein weiterer Baustein in der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft im September in Florida. Nach einer hervorragenden Konkurrenz vor drei Wochen in Racice werden die Felder nun um die Boote aus Übersee ergänzt“, so Sportdirektor Mario Woldt. „Wir freuen uns auf intensive Rennen, die weitere Rückschlüsse auf unseren Vorbereitungsstand ermöglichen. Natürlich nutzen wir die Regatta auch, um die aktuelle Lage in den mit uns konkurrierenden Nationen zu sondieren.“

Livestream
Die Rennen können über den Livestream der Fisa verfolgt werden.

Live-Ergebnisse finden Sie hier

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Hannes Ocik gewinnt EM-GOLD im Achter
30.05.2017

2 x Gold und 1 x Bronze bei den Europameisterschaften 2017

Bei den Europameisterschaften 2017 im tschechischen Racice nahe Prag gewann die zum Teil neuformierte Mannschaft des Deutschen Ruderverbandes heute bei sommerlichen Temperaturen und wechselhaften Windbedingungen die Goldmedaille im Männer-Achter mit Steuermann (mit Hannes Ocik von der Schweriner RG) und im Frauen-Doppelvierer. Die Bronzemedaille im Frauen-Einer errang Annekatrin Thiele. Vierte Plätze belegten der Frauen- und der Männer-Doppelzweier. Tim-Ole Naske fuhr im Männer-Einer auf Platz 5, wie auch der Leichtgewichts-Männer-Doppelzweier. Einen sechsten Platz belegte Leonie Pieper im Leichtgewichts-Frauen-Einer. Der DRV-Vorsitzende, Siegfried Kaidel, zeigte sich zu diesem Saisonzeitpunkt zufrieden mit dem Ergebnis: „Es ist eine gute Basis für die weitere Entwicklung der Mannschaften, die sich jetzt auch erstmal teilweise weiter finden müssen.“

Nach dem Start im Leichtgewichts-Frauen-Einer fuhr Leonie Pieper an Position 3. Sie konnte dem Tempo der anderen Boote am Ende des Rennes leider nicht mehr folgen und belegte im Ziel knapp hinter Italien den sechsten Platz.
Tim Schönberg, Trainer: „Die ersten 1000 Meter waren sehr gut. Sie konnte den Schlag gut ökonomisieren, doch am Ende fehlt es noch. Hier müssen wir dran arbeiten, insbesondere vor dem Hintergrund, dass wir erst ein Trainingswochenende hatten.“

Platz fünf für den Leichtgewichts-Männer-Doppelzweier
Der Leichtgewichts-Männer-Doppelzweier startete langsam in sein Rennen und fuhr folglich am Ende des Feldes. Auf den letzten 500 m konnte das Tempo gesteigert werden, sodass die an fünfter Stelle liegenden Briten noch überholt werden konnten und man schlussendlich den fünften Platz belegte.

Robert Sens: „Man muss das Turnier sehen! Sie sind einen guten Vorlauf gefahren, hatten ein hartes Halbfinale und haben die Sieger des Weltcups in Belgrad, Großbritannien, zum zweiten Mal geschlagen.“

Die komplett neue Besatzung nach dem Olympiasieg im Frauen-Doppelvierer ging das Finale beherzt an und legte sich knapp in Führung. Dicht auf den Fersen folgten die Niederlande, doch Deutschland konnte seinen Vorsprung auf gut 1,5 Sekunden ausbauen und gewann das Rennen.
Charlotte Reinhard: „Ein Riesentraum geht in Erfüllung. Das Rennen lief gut. Wir haben uns vertraut und sind über die Strecke immer besser gerudert.“
Frieda Hämmerling: „Richtig Druck hatten wir nicht.“
Frauke Hundeling: „Panik war angesagt, als Großbritannien bei 1300 Metern angefahren kam. Es war ein Wettkampf zum Lernen.“

Doppelzweier nach starkem Start am Ende Vierter
Die Flucht nach vorne versuchte der Frauen-Doppelzweier. Er hatte gute 1000 Meter gut eine Bootslänge Vorsprung, doch kamen die anderen Boote immer näher. Tschechien, die Niederlande und Italien fuhren vorbei und belegten die Medaillenränge, dahinter Deutschland (mit Julia Leiding vom Rostocker RC) auf Platz vier.

Der Männer-Doppelzweier startete verhalten in das Rennen und fuhr mitteln im Feld an Position vier mit. Fiel im Verlauf allerdings auf Rang fünf vorerst zurück, um sich dann wieder auf Platz vier vorzukämpfen.
Peter Berger, Trainer: „Sie haben ein Rennen im Rahmen ihrer Möglichkeiten gerudert und das Optimale herausgeholt. Der vierte Platz geht absolut in Ordnung. Es ist ihr erstes Rennen im internationalen A-Bereich.“

Tim-Ole Naske ging das Finale im Männer-Einer schnell an und lag nach 500 Metern hinter Tschechien und Kroatien an dritter Position. Die anderen Boote kamen danach allerdings auf und Naske konnte nicht gegenhalten, sodass er am Ende Platz fünf belegte.
Dirk Brockmann, Trainer: „Ich bin absolut zufrieden und will mich nicht beschweren“, zum ersten Auftritt im Einer im A-Bereich. „Wir haben versucht, gut voranzukommen und uns vorgenommen, weniger zu spurten. Die anderen können aber am Ende noch etwas zusetzen, das müssen wir noch lernen.“

Annekatrin Thiele holt erstes Einzeledelmetall
Gewohnt übernahm Annekatrin Thiele zu Beginn des Rennes im Frauen-Einer die Führung mit einer Bootslänge Vorsprung. Dänemark, Weißrussland und Großbritannien kamen im Verlauf des Rennens immer näher, es entwickelte sich ein Vierkampf um die Medaillen, den Annekatrin Thiele mit dem dritten Platz beendete.

Annekatrin Thiele: „Für mich ist das schwierig vorne mitzufahren, wenn ich nicht gleich rausgehe. Hinten fehlt mir etwas das Selbstvertrauen. Es ist im Einer immer etwas anders. Ich war gut dabei, es war mein bestes Rennen bei der EM. Mal schauen, ob ich im 1x oder 2x die Saison bestreiten werden. Beides würde ich gerne tun.“

Im Finale des Männer-Achters mit Steuermann ruderte der Deutschlandachter schnell an die Spitze und baute seine Führung vor Polen und den Niederländer auf über eine Bootslänge bis ins Ziel aus.
Malte Jakschik: „Es war ein schönes Rennen. Die Gemeinsamkeit im Rudern war gut. Wir mussten zum Teufel rausfahren. Wir haben es jetzt bei der EM ganz gut gemacht, müssen aber darauf aufbauen und uns noch bis zur WM steigern.
Uwe Bender, Trainer: „Starke Leistung. Sie haben umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Die Bootslänge Vorsprung war schon beeindruckend.“

Text: DRV/Quickert

 

 


Rostocker Leon Münch gewinnt EM-Bronze im Achter der Junioren
23.05.2017

Elf Medaillen für DRV-Flotte in Krefeld

Insgesamt elf Medaillen konnten die dreizehn Boote des Deutschen Ruderverbands aus dem Elfrather See in Krefeld fischen. Darunter waren fünf goldene, vier silberne und zwei Bronze Medaillen. Bei besten Wetterbedingungen fanden die Wettkämpfe der Junioren EM einen würdigen Abschluss vor insgesamt über 10.000 Zuschauer. „Das war eine sehr erfolgreiche Regatta für uns. Insbesondere bei der kurzen Vorbereitungszeit nach der Regatta in München. Die Stimmung war super und alle haben tolle Rennen abgeliefert”, freute sich Mannschaftsleiter Marc Brinkhoff nach dem letzten Rennen.

Junioren-Achter mit Steuermann

Der Start verlief im Finale für den deutschen Achter nicht optimal. Zunächst lagen sie nur auf der vierten Position hinter Rumänien, Russland und Frankreich. Auf der zweiten Streckenhälfte entwickelte sich ein packender Kampf um Gold zwischen Rumänien und Russland, sowie um Bronze zwischen Deutschland und Frankreich. Gold ging an Russland, die noch an Rumänien vorbei ziehen konnten. Ob es für das Deutsche Boot mit Julius Lingau, Teve Knüpfel, Patrick Schloetel, Patrick Pott, Christian Wulff, Julius Christ, Leon Münch (Rostock), Pattric Enders und Steuermann Sebastian Ferling zur Bronzemedaille reichte musste wieder einmal das Zielfoto klären. Am Ende ging Bronze an Deutschland mit 12 Hundertstel Sekunden Vorsprung vor Frankreich.

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Olympia: Bridgestone Deutschland startet Kommunikationskampagne
28.04.2017

Sportdeutschland bewegt sich

Hier ist der Link zum Thema:

https://www.egalwaskommt.de/

Olympia: Doppelvergabe "nun wahrscheinlicher"
23.02.2017

 Dem IOC gehen die Olympia-Kandidaten aus

Der Rückzug Budapests als Bewerber für Olympia 2024 ist ein erneuter Schlag für das IOC und nährt die Spekulationen um eine Doppelvergabe der Spiele 2024 und 2028.

Wieder ein Korb für das IOC, doch dieses Mal dürfte sich der Frust in Grenzen halten. Denn sollte das Internationale Olympische Komitee am 13. September die Sommerspiele 2024 und 2028 tatsächlich in einem Zug vergeben, hätte Budapest eh keine Rolle gespielt. Hierfür sind Paris und Los Angeles vorgesehen.

Und dennoch ist der Rückzug von Budapest bitter. Nach Boston, Hamburg und Rom sprang nun schon der vierte Kandidat ab. Jeder Rückzug stellt die olympische Idee in Frage. Das IOC wollte den Vorgang nicht kommentieren. Man warte ab, bis man eine offizielle Mitteilung des Nationalen Olympischen Komitees Ungarns erhalte, hieß es.

"Entscheidung negativ für IOC"

"Natürlich ist diese Entscheidung negativ für das IOC", sagte IOC-Ehrenmitglied, Walther Tröger. Die Argumente der Olympia-Gegner machten eins klar, "man vertraut der Agenda von IOC-Präsident Thomas Bach nicht, vor allem in der Frage, wie das IOC mit seinen Bewerbern umgeht", sagte der 88-Jährige.

Besonders bitter: Wieder scheiterte eine Bewerbung an der Meinung der Bürger. Eine Gruppe von Aktivisten hatte in der ungarischen Metropole über 250.000 Unterschriften gesammelt und damit ein Bürgerreferendum erzwungen. Darauf wollten sich die Politiker um Ministerpräsident Viktor Orban nicht mehr einlassen - hätte es doch eine krachende Niederlage gegeben.

Los Angeles und Paris favorisiert

So verbleiben nur noch Paris und Los Angeles im Rennen, beide wie gemacht für eine Doppelvergabe auf der IOC-Session am 13. September in Lima. Paris könnte für 2024 den Zuschlag erhalten, LA für die Spiele vier Jahre später. "Es ist nun wahrscheinlicher, dass man beide Spiele zusammen vergibt", sagte Sportökonom Wolfgang Maennig.

Wie der Ruder-Olympiasieger von 1988 glaubt, könne es sich das IOC bei einer Abstimmung für 2024 nicht erlauben, eine dieser wichtigen Städte durchfallen zu lassen. "Dieser Kandidat schmollt und kommt für 2028 nicht wieder", so Maennig.

Nach Einschätzung von Tröger hatte die Debatte um die Doppelvergabe einen negativen Einfluss auf Budapest. "Das ist ein Verlierer, der aus der politischen Lage und aus der Diskussion um die Doppelvergabe entstanden ist", sagte Tröger. Dass der Name der ungarischen Hauptstadt in der Debatte nie eine Rolle gespielt hat und nur immer Los Angeles und Paris genannt wurden, hätte "den letzten Ausschlag für das Nein gegeben".

Absage-Flut stellt IOC vor Probleme

Die Liste der Rückzieher-Städte ist mittlerweile lang und stellt das IOC und seine Reformbemühungen in kein gutes Licht. Auch vor den Winterspielen 2022, die in Peking stattfinden, hat es in München, Krakau, Lemberg und Stockholm vier Aussteiger gegeben. Am Ende blieben mit Peking und Almaty/Kasachstan gerade mal zwei Kandidaten über - wie nun auch für 2024.

"Was passiert eigentlich, wenn noch einer der beiden Kandidaten zurückzieht. Gar nicht auszudenken", meinte Tröger und sprach einen wunden Punkt an. Maennig findet zumindest den Gedanken nicht völlig abwegig. "Auch in Paris gibt es eine große Mehrheit gegen Olympia", sagte der Experte: "Doch dort verzichten sie auf ein Referendum - zum Glück für die olympische Familie."

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McLaren-Bericht: Hörmann will Klarheit
23.02.2017

Alfons Hörmann fordert Klarheit in Sachen McLaren-Bericht

DOSB-Präsident Alfons Hörmann hat im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang erneut zeitnah Konsequenzen aus dem Bericht des WADA-Sonderermittlers Richard McLaren gefordert.

 "In den nächsten vier bis sechs Monaten muss in Sachen McLaren-Bericht Klarheit geschaffen sein, sonst entsteht wie vor Rio wieder ein zu großer Zeitdruck für die dringend notwendigen Entscheidungen auf internationaler Ebene", sagte Hörmann im Gespräch mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

 Große Hoffnungen verbindet der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes mit der Analyse des Berichts jedoch nicht. "Ich hoffe, dass diesmal konsequent gehandelt wird, aber aufgrund der juristischen Faktenlage ist zu befürchten, dass mehr russische Athleten in Südkorea dabei sein werden, als uns lieb sein kann", sagte Hörmann.

 Vor den Spielen im vergangenen Sommer hatte der erste Teil des McLaren-Berichts im Auftrag der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) staatlich gestütztes Doping in Russland nahegelegt. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) verzichtete auf den Ausschluss Russlands und überließ die Entscheidung über mögliche Sperren den Weltverbänden, in Rio gingen letztlich fast 300 russische Athleten an den Start. Der zweite McLaren-Report bestätigte die ersten Erkenntnisse. Insgesamt sollen über 1000 Sportler von Doping-Vertuschungen profitiert haben, unter anderem bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi.

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Olympiamannschaft wird zu „Team Deutschland“
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Am 9. Februar 2018 werden die deutschen Wintersportlerinnen und -sportler in PyeongChang unter neuem Namen, mit neuem Logo auf der Brust und mit einer klaren Haltung in die 23. Olympischen Winterspiele starten.

 

 

Team D ist das neue Markenzeichen der deutschen Olympiateilnehmerinnen und -teilnehmer. Logo: DOSB

Das „Team Deutschland“ ist aber weit mehr als die deutsche Mannschaft bei den Olympischen Spielen. Ab sofort findet die Kommunikation rund um die olympischen Athletinnen und Athleten unter dieser Klammer statt – auch in der Zeit zwischen den Spielen. So unterschiedlich und heterogen die Athletinnen und Athleten aus den verschiedenen Sportarten auch sind, sie haben dasselbe Ziel vor Augen: als Teil von „Team Deutschland“ die magischen Momente erleben, die es nur bei Olympischen Spielen gibt. Dafür gehen sie täglich an ihre Grenzen und wachsen nicht nur während der Olympischen Spiele, sondern jeden Tag über sich hinaus – stets fair und mit Respekt.

Diese Haltung spiegelt sich im neuen Logo von Team Deutschland wieder: Der Fokus liegt auf dem D in Nationalfarben, dessen Geradlinigkeit die klare Positionierung für fairen und sauberen Sport symbolisiert, das durch seine fließenden, runden Formen aber auch Dynamik sowie Sympathie, Emotionalität und Freude am Sport ausdrückt. Gleichzeitig stellt das neue Logo das Team selbst optisch klar in den Mittelpunkt und würdigt dessen herausragende Leistung.

Moritz Fürste, Doppel-Olympiasieger im Hockey, der den Prozess als Direktor Sportmarketing der Agentur thjnk begleitet hat, freut sich über das Ergebnis: „Es hat unfassbar viel Spaß gemacht, die Marke `Team Deutschland` zu entwickeln, eine gemeinsame Haltung zu erarbeiten und dem Ganzen ein neues Gesicht zu geben, das widerspiegelt, was uns als Team ausmacht. Wir arbeiten hart für unsere persönlichen Erfolge, spielen aber immer fair. Wir respektieren unsere Gegner und machen unsere Fans stolz, indem wir immer wieder über uns hinauswachsen. Und das das ganze Jahr über, nicht nur bei Olympischen Spielen.“

Auch zahlreiche weitere Athletinnen und Athleten waren in den Prozess eingebunden, der im März 2016 begann. In die qualitative Marktforschung, umgesetzt vom rheingold Institut Köln, und in prozessbegleitende Feedbackgespräche wurden Sommersport- und Wintersportathleten, erfahrene Olympiateilnehmer und Nachwuchsathleten, Mannschafts- und Einzelsportler, männlich und weiblich, mit einbezogen. Zudem wurden Aussagen von Sportlerinnen und Sportlern in Interviews oder in den sozialen Netzwerken berücksichtigt. Im Herbst 2016 wurden ca. 500 Athletinnen und Athleten (Olympiateilnehmer/innen Rio und Sotschi) zur Positionierung befragt. Von 160 Athletinnen und Athleten, die sich beteiligten, gaben 93 Prozent an, sich mit der Positionierung stark oder sehr stark (75 %) zu identifizieren. Das Logo entstand auf dieser Grundlage durch die loved GmbH.

Säbelfechter Max Hartung, Olympiateilnehmer und Vorsitzender der DOSB-Athletenkommission, hat sich intensiv mit der Thematik beschäftigt. „`Team Deutschland` gefällt mir richtig gut. Das Logo hat einen hohen Wiedererkennungswert, und damit sind wir auch zwischen den Spielen als Mannschaft erkennbar. Ich glaube, das wird richtig gut“, sagt Hartung.
 
Amelie Kober hat beim Markenprozess ebenfalls mitgewirkt: „Es war super spannend, die Entstehung von `Team Deutschland` begleiten zu können. Vom ersten Interview bis hin zum neuen Logo – und der Höhepunkt kommt dann hoffentlich in PyeongChang“, sagt die zweimalige Olympiamedaillengewinnerin im Snowboard. „Besonders wichtig finde ich, dass das Thema Fairplay so eine große Rolle spielt. Erfolgreich sein, bedeutet fair zu sein. Und das trifft voll auf Team Deutschland zu.“

Die Spiele in PyeongChang hat auch Lisa Zimmermann, Weltmeisterin im Ski-Freestyle, fest im Blick: „´Team Deutschland´ stellt die Athletinnen und Athleten in den Mittelpunkt, es verbindet und motiviert zugleich, das große Ziel Olympische Spiele zu erreichen. Das wäre eine Riesensache, wenn ich mit dem neuen Logo auf der Bekleidung in PyeongChang bei der Eröffnungsfeier ins Stadion laufen könnte.“

Auch Felix Loch, dreifacher Olympiasieger im Rodeln, freut sich über das neue Erscheinungsbild von Team Deutschland: „Ich finde es super, dass wir durch ´Team Deutschland´ stärkere Sichtbarkeit nach außen bekommen. Ich bin stolz, Teil dieser super Truppe zu sein.“

Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) beschreibt die Ziele der neuen Marke so: „Unsere Athletinnen und Athleten sind nicht nur sportlich erfolgreich, sondern verkörpern als Sympathieträger und Vorbilder auch die Werte, die unseren Sport ausmachen und die in unserer Gesellschaft zählen. Das haben sie zuletzt bei den Olympischen Spielen in Rio eindrucksvoll gezeigt. Wir wollen unsere Sportlerinnen und Sportler mit ihrer Haltung in der deutschen Öffentlichkeit noch bekannter machen. Von einem starken ´Team Deutschland´ werden langfristig sowohl der Spitzen- als auch der Breitensport profitieren.“

Doch nicht nur die olympischen Athletinnen und Athleten vereinen sich unter „Team Deutschland“, stellt Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes, in Aussicht: "Die Paralympische Mannschaft ist Bestandteil dieses Projektes und wird demnächst unter dem gleichen Kommunikationsdach auftreten. Mit der Teilhabe am Team Deutschland unterstreichen wir die im Leistungssportkonzept festgeschriebene Gleichrangigkeit von olympischen und paralympischen Athleten."

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