Leichtathletik - Neuigkeiten

Der Siebenkampf von Grosseto: Zwei über 6.300 Punkte, Janika Baarck 18.
24.07.2017

Silke Bernhart

Der Siebenkampf von Grosseto entwickelte sich zu einem Wettbewerb auf Weltklasse-Niveau. Mit Siegerin Alina Shukh und der zweitplatzierten Géraldine Ruckstuhl blieben gleich zwei Athletinnen bei den U20-Europameisterschaften jenseits der 6.300-Punkte-Marke. Janika Baarck beendete den Wettbewerb auf Platz 18.

 

U20-EM 2017 GROSSETO  MEHRKAMPF-RECHNER

Tag 2 

800 Meter

Spannendes Finish krönt herausragenden Siebenkampf

Alina Shukh spannte sich vor das Feld, bei 550 Metern folgte die Attacke von Géraldine Ruckstuhl. Die Schweizerin tat alles, um sich vielleicht doch noch vor bis auf den Goldrang zu kämpfen. In 2:12,56 Minuten war sie die Schnellste des Führungs-Trios. Aber es reichte nicht mehr, um Alina Shukh abzufangen, die in 2:13,52 Minuten ebenfalls schnell unterwegs war.

Ihre Punktzahlen: herausragend! Mit 6.381 Punkten holte sich Alina Shukh die Goldmedaille, 6.357 Punkte bescherten Géraldine Ruckstuhl nicht nur Silber, sondern einen neuen Landesrekord für die Schweiz. Zum Vergleich: Olympiasiegerin Nafissatou Thiam (Belgien) war 2013 mit 6.289 Punkten U20-Europameisterin geworden. Carolina Klüft (Schweden) hatten 2001 in Grosseto 6.022 Punkte zum Sieg gereicht, Dafne Schippers (Niederlande) hatte 2011 mit 6.153 Punkten Gold geholt. Und Alina Shukh hat sogar noch ein U20-Jahr vor sich!

Hinter dem Spitzen-Duo verbesserte die ebenfalls dem jüngeren U20-Jahrgang angehörige U20-Weltmeisterin Sarah Lagger (6.083 Pkt) ihren eigenen U20-Rekord für Österreich auf 6.083 Punkte. Als Vierte blieb auch noch die Britin Niamh Emerson (6.031 Pkt) über den 6.000 Punkten, Fünfte mit Landesrekord für Irland: Elizabeth Morland (5.801 Pkt).

In diesem Rekordfestival gab es auch für Janika Baarck ein versöhnliches Ende: Trotz des starken Windes rannte sie im ersten von drei 800-Meter-Läufen von der Spitze weg zum Sieg und einer neuen Saison-Bestmarke von 2:16,76 Minuten. In der Endabrechnung bedeuteten 5.371 Punkte Platz 18 – genau dieselbe Platzierung, die die Neubrandenburgerin in der Meldeliste vor den Titelkämpfen eingenommen hatte.

Speerwurf

Alina Shukh mit dem Goldwurf?

Fast zehn Meter weiter als die Konkurrenz: Alina Shukh (54,51 m) und Géraldine Ruckstuhl (54,32 m) warfen in einer eigenen Liga. Während jedoch die Ukrainerin recht nah an ihre beste Weite aus einem Siebenkampf heran kam, verlor die Schweizerin im Vergleich zu ihrer Bestmarke von Götzis (Österreich) fast 80 Punkte. Alina Shukh hat ihren Vorsprung auf Géraldine Ruckstuhl mit 5.467 Punkten minimal auf 37 Punkte ausgebaut. Da sie die bessere 800-Meter-Läuferin ist, dürfte ihr Gold nur schwer zu nehmen sein.

In diesen Regionen kann Janika Baarck (noch) nicht mitmischen – zumal der Speerwurf nicht zu ihren Lieblingsdisziplinen zählt. So waren 33,43 Meter für die Neubrandenburgerin sogar ein Erfolg, genauer gesagt Bestleistung. Rund 100 Zähler fehlen ihr nach sechs Disziplinen zur Siebenkampf-Bestleistung (5.453 Pkt), da heißt es über 800 Meter – wieder eine Stärke der 17-Jährigen – noch einmal Beine in die Hand nehmen.

Bereits entschieden scheint der Kampf um Bronze. Nach 44,02 Metern mit dem Speer findet sich Sarah Lagger vor der letzten Disziplin mit 5.172 Punkten erstmals auf einem der Medaillenränge wieder. Niamh Emerson (38,23 m) musste trotz Bestleistung Platz drei räumen, mit 5.086 Punkten hat sie vermutlich zu viel an Boden auf die Österreicherin eingebüßt, die eine starke Läuferin ist.

 

Weitsprung

Die Achterbahnfahrt geht weiter

Es bleibt ein durchwachsener Siebenkampf von Janika Baarck (SC Neubrandenburg). In den Tag startete sie mit nur einem gültigen Weitsprung-Versuch – der wurde mit 5,75 Metern gemessen. Bei der Qualifikation in Bernhausen hatte sie 20 Zentimeter mehr erzielt, ihre Bestmarke liegt gar bei 6,07 Metern. So konnte sie in einer ihrer stärkeren Disziplinen nur wenig Boden gut machen. Auf Platz 16 (3.961 Pkt) geht sie in Richtung Speerwurf.

Mit windunterstützten 6,33 Metern setzte Alina Shukh (Ukraine) am Freitag ihren Weg in Richtung Goldmedaille fort. Mit 4.519 Punkten hat sie 33 Punkte Vorsprung auf Géraldine Ruckstuhl (Schweiz), die 5,97 Meter erzielte. Beide sind herausragende Speerwerferinnen mit Bestmarken jenseits der 55 Meter, sodass sie dem Feld in der sechsten Disziplin weiter enteilen werden. Noch haben beide die Chance auf den Titel.

Zunächst mit drei ungültigen Versuchen vermerkt, wurden für die Britin Niamh Emerson nach einem Protest nachträglich doch noch 6,09 Meter in den Ergebnislisten notiert. So liegt sie mit 4.453 Punkten weiterhin auf Rang drei. Dahinter haben sich die Polin Adrianna Sulek (4.451 Pkt), und U20-Weltmeisterin Sarah Lagger (Österreich; 4.427 Pkt) einsortiert.

STIMME ZUM WETTBEWERB:

Janika Baarck (SC Neubrandenburg):
Jetzt nach den 800 Metern und der Ehrenrunde bin ich erstmal froh. Der Rest ist egal, die einzelnen Disziplinen analysieren wir dann später. Bei so einem Siebenkampf dabei zu sein ist auf jeden Fall sehr krass, aber ich kannte es ja schon vom letzten Mal in Tiflis. Da konnte man sich vorher keine Chancen ausrechnen. Zwei werden jetzt wohl auch in London dabei sein. Erstmal denkt man: Wo kriegen die die ganzen Punkte her? Aber wenn man sich die einzelnen Disziplinen anschaut, sieht man's (lacht). Ich selbst kann überall noch dran feilen, das ist alles noch nicht ausgereizt.

 

Tag 1

100 Meter Hürden

Janika Baarck muss Dämpfer verkraften

Im zweiten von vier Hürdenrennen startete Janika Baarck am Donnerstag in ihren ersten internationalen Wettbewerb der U20. Leider vermasselten ihr gleich die ersten Hindernisse einen reibungslosen Auftakt in den Siebenkampf: Die Neubrandenburgerin krachte in die ersten zwei Hürden und fand dann nicht mehr ins Rennen, das auch noch von 1,7 Metern pro Sekunde Gegenwind ausgebremst wurde. So waren nicht mehr drin als 15,19 Sekunden und 817 Punkte – ein Zwischenstand, den sich die Vierte der letztjährigen U18-EM sicher anders ausgemalt hatte: Nach dem Rennen schlug sie die Hände vors Gesicht und verließ kopfschüttelnd den Innenraum.

Schnellste Hürdensprinterin war am Donnerstag die Britin Holly McArthur (13,93 sec), auch Elizabeth Morland (Irland; 13,94 sec), Karin Strametz (Österreich; 13,97 sec) und Favoritin Géraldine Ruckstuhl (Schweiz; 13,98 sec) blieben im ersten Lauf noch unter 14 Sekunden. Der Schweizerin fehlten bei 1,5 Metern pro Sekunde Gegenwind nur drei Hundertstel zur Bestzeit. U20-Weltmeisterin Sarah Lagger (Österreich; 14,31 sec) kam nicht ganz so gut in den Wettbewerb. Die dritte 6.000-Punkte-Mehrkämpferin im Feld Alina Shukh (Ukraine) verbuchte in 14,46 Sekunden sogar eine neue Bestmarke.

Hochsprung

Janika Baarck antwortet mit Hochsprung-Bestleistung

Es war die perfekte Antwort auf den verpatzten Hürdensprint: Janika Baarck (SC Neubrandenburg) durfte in einer ihrer schwächeren Disziplinen über eine neue Bestleistung jubeln und bewies dabei starke Nerven. Schon bei 1,51 Meter eingestiegen, benötigte sie für 1,54 Meter drei Versuche. Ebenfalls erst im dritten Versuch floppte sie über 1,60 Meter. Dann packte die 18-Jährige in der prallen Mittagssonne noch 1,63 im dritten Anlauf oben drauf. Sogar 1,66 Meter waren nicht aussichtslos. Die Latte fiel nur hauchdünn – ebenfalls in Runde drei.

An der Spitze des Feldes bahnt sich schon jetzt ein Dreikampf auf herausragendem Niveau an. Géraldine Ruckstuhl setzte mit neuer Bestleistung von 1,81 Metern ihren Kurs in Richtung Hausrekord fort, Alina Shukh glänzte mit Saison-Bestmarke von 1,87 Metern, auch Sarah Lagger (1,78 m) kam höher hinaus als bei ihrem bis dato besten Siebenkampf. Alle Drei haben in den ersten beiden Disziplinen mehr Punkte gesammelt als auf dem Weg zu ihren Bestleistungen.

Kugelstoßen

Kopfschütteln bei Janika Baarck – Alina Shukh macht Druck

Einmal hat sie die 13-Meter-Marke schon überboten. In Grosseto war diese aber für Janika Baarck in weiter Ferne. Dreimal schlug die Kugel knapp hinter der 12-Meter-Marke ein. Schließlich verbuchte sie 12,28 Meter und damit 28 Zentimeter weniger als bei dem Qualifikations-Siebenkampf in Bernhausen. Die Körpersprache der 18-Jährigen verriet, dass sie damit nicht zufrieden war. In der Gesamtwertung muss sie nach drei Disziplinen mit 2.268 Punkten und Rang 21 vorlieb nehmen.

An der Spitze des Feldes baute Alina Shukh mit 13,87 Metern ihre Führung aus. Sie hat bereits 126 Zähler mehr auf dem Konto als bei ihrem bisher besten Siebenkampf Anfang Juli in Tallinn (Estland), wo sie mit 6.201 Punkten einen neuen U20-Landesrekord für die Ukraine erzielt hatte. Mit 2.766 Punkten führt sie das Feld vor Geraldine Ruckstuhl (2.735 Pkt) an, die auf für sie ordentliche 13,54 Meter kam. Auf Rang drei macht die Britin Niamh Emerson (2.656 Pkt) einen Punkt vor Iryna Rofe-Beketova (Ukraine) einen guten Wettkampf – beide werden aber wohl spätestens im Speerwurf Boden verlieren. Als Fünfte mit Kugelstoß-Bestleistung (13,26 m) pirscht sich Sarah Lagger nach vorn (2.633 Pkt).

200 Meter

Versöhnlicher Tagesabschluss

Nach den 200 Metern konnte Janika Baarck doch wieder lächeln: In 24,65 Sekunden stellte sie eine neue Saison-Bestleistung auf und war fast drei Zehntel schneller als beim Siebenkampf in Bernhausen. Nur drei Athletinnen – alle im selben Lauf – erzielten am Donnerstag bessere Zeiten. Rund 60 Zähler hat sie nun noch Rückstand auf die Halbzeit-Marke ihres besten Mehrkampfs, den sie mit 5.453 Punkten beendet hatte. Mit 3.187 Punkten übernachtet die Neubrandenburgerin auf Rang 18 von 26 Teilnehmerinnen.

An der Spitze hat Géraldine Ruckstuhl (3.646 Pkt) die Führung übernommen. Sie rannte hinter Janika Baarck in 24,74 Sekunden eine neue Bestzeit und war damit deutlich schneller als Alina Shukh (3.566 Pkt), die jedoch in 25,97 Sekunden ebenfalls in Bestform war. Der Kampf um Gold spielt sich vermutlich zwischen diesen beiden Athletinnen ab und bleibt spannend! Die Überraschung von Tag eins aber heißt Niamh Emerson. Die Britin schob sich in der Zwischenwertung mit 3.576 Punkten noch zwischen das Top-Duo, auch für sie gab's über 200 Meter in 24,64 Sekunden eine 200-Meter-Bestzeit.

STIMME ZU TAG 1:

Janika Baarck (SC Neubrandenburg):
Der Siebenkampf fing nicht nach meinen Erwartungen an. Der Hochsprung war dann gut. Klar, der knapp gerissene 1,66er war ärgerlich, aber das war schon ok. Das Kugelstoßen gehört eigentlich zu meinen Paradedisziplinen, da bin ich auch unter meinen Erwartungen geblieben. Die 200 Meter waren wieder gut – es war heute ein Auf und Ab. Von meinen Erfahrungen aus Tiflis konnte ich hier sehr viel einbringen. Damals war ich sehr aufgeregt, diesmal habe ich mich bis zum letzten Tag gar nicht so gefühlt, als hätte ich einen wichtigen Wettkampf vor mir. Ich kannte auch schon viele Athletinnen. Morgen kann wieder alles passieren.

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Grandioses LVMV-Trio bei U18-Weltmeisterschaften
19.07.2017

Von Ralf Ploen (LVMV)

Erfolgreiches LVMV-Trio bei der U18-WM in Kenia (Foto: privat)

Die drei Nachwuchsleichtathleten aus Mecklenburg-Vorpommern zeigten sich bei den U18-Weltmeisterschaften glänzend aufgelegt. In Nairobi (Kenia) errang Chima Ihenetu (SC Neubrandenburg) die Silbermedaille im Hochsprung mit 2,14 Meter. Julia Ulbricht (1. LAV Rostock) warf den Speer auf 54,77 Meter und wurde Vierte. Im Stabhochsprung ereichte Laurè Scheutzow (Schweriner SC) mit 4,00 Meter den fünften Platz!

Der Vier-Tore-Städter, bei der U18-Gala in Schweinfurt als letzter Qualifikationsmöglichkeit die Norm von 2,08 Meter überspringend, steigerte sich in Nairobi um gleich sechs Zentimeter. Mit der Höhe von 2,14 Meter holte der Schützling von Nicole Herschmann vor dem Ukrainer Vladyslav Lavskyy (2,11 Meter) völlig überraschend die Silbermedaille. Nur Breyton Poole aus Südafrika war mit 2,24 Meter besser.

Eine tolle Leistung in einem spannenden Wettkampf zeigte auch Julia Ulbricht (1. LAV Rostock). Im Speerwerfen verbesserte sie sich im letzten Versuch auf die neue Bestmarke von 54,77 Meter, doch die zweite Chinesin war noch einmal stärker und warf das 500-Gramm-Gerät auf 57,01 Meter, so dass die Hansestädterin auf Rang vier zurückfiel. Doch für die von Mark Frank betreute Athletin ist es ein sehr guter Wettkampf gewesen und sie hat auf keinen Fall eine Medaille verloren. Der Titel ging an Marisleisis Duarthe (CUB) mit dem Meisterschaftsrekord von 62,92 Meter.

Auf Rang fünf sprang Laurè Scheutzow (Schweriner SC) im Stabhochsprung. Mit 4,00 Meter stellte sie ihre persönliche Bestleistung ein. Nur sehr knapp scheiterte sie an der folgenden Höhe von 4,10 Meter. Nachdem ihre Schwester Dovile im vergangenen Jahr U18-EM-Siebte wurde und hier leider aufgrund einer Verletzung fehlte, holte nun Laurè einen weiteren internationalen Erfolg. Beide werden von Andreas Rändler trainiert.

Wir gratulieren ganz herzlich den Athleten und Trainern zum erfolgreichen Abschneiden!


Lauré Scheutzow, Julia Ulbricht und Chima Ihenetu zur Leichtathletik U18-WM
05.07.2017

Von Ralf Ploen

Foto: SCN, Abt. LA

Lauré Scheutzow (Schweriner SC) im Stabhochsprung, Julia Ulbricht (1. LAV Rostock) im Speerwerfen und Chima Ihenetu (SC Neubrandenburg) im Hochsprung sind vom DLV in das Team für die U18-Weltmeisterschaften, die vom 12.-16.07. in Nairobi stattfinden, berufen worden.Darüber hinaus wird Maja Küßner (1. LAV Rostock) im Hochsprung bei den Europäischen Jugendspielen in Györ (Ungarn) an den Start gehen.

Bei der U18-Gala in Schweinfurt, dem entscheidenden Qualifikationswettkampf, steigerte sich Chima Ihenetu (SC Neubrandenburg) als Sieger auf 2,08 Meter. Damit erfüllte er auch die Norm für die Welttitelkämpfe, nachdem er im Saisonverlauf mehrfach nur knapp scheiterte.

Lauré Scheutzow (Schweriner SC) wurde im Stabhochsprung mit einer Höhe von 3,70 Meter Zweite. Sie konnte ihre Bestleistung schon im Vorfeld auf 4,00 Meter schrauben und somit das Limit klar übertreffen. Leider verletzte sich ihre Schwester Dovile im Training, so dass sie als U18-EM-Siebte des Vorjahres leider nicht in die Endausscheidung eingreifen konnte.

Für Julia Ulbricht (1. LAV Rostock) lief es in Schweinfurt nicht so gut. Mit im Protokoll attestierten 46,52 Meter wurde sie nur Sechste. Jedoch klar erkennbar, warf sie den Speer im letzten Versuch an die 50-Meter-Linie heran. Doch gemessen wurden 46,52 Meter. Sie durfte zwar den Wurf wiederholen, der über 47 Meter weit war. Eine Eintragung in das Protokoll erfolgte nicht. Die Rostockerin wurde trotzdem nominiert, da sie in der Saison mehrfach deutlich weiter warf.

Ebenso schwer tat sich Vereinskameradin Maja Küßner. Im Hochsprung mit einer Bestleistung von 1,76 Meter angereist, übersprang sie diesmal nur 1,65 Meter. Aber auch die anderen Teilnehmerinnen blieben unter ihrem eigentlichen Niveau. So wurde sie, noch dem jüngeren Jahrgang angehörend, für die europäischen Jugendspiele, die in Györ (Ungarn) ausgetragen werden, in das Nationateam berufen.

Sehr stark präsentierte sich bei der U18-Gala Magnus Buchwald (1. LAV Rostock). Er sprintete über 200 Meter mit 21,93 Sekunden erstmals unter 22 Sekunden und wurde nur eine Hundertstel Sekunde zurückliegend Zweiter. Auch über 100 Meter verbesserte sich der Warnowstädter deutlich. Nur im Vorlauf startend, blieb die Uhr bei 10,98 Sekunden stehen. Manja Sachs (1. LAV Rostock) kam über 400 Meter Hürden auf Rang fünf mit 64,41 Sekunden.


Claudin Vita und Patrick Müller bei U23 EM am Start
21.06.2017

DLV mit großem Aufgebot zur U23-EM nach Polen

Eberhard Vollmer

Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat am Mittwoch sein Team für die diesjährigen U23-Europameisterschaften, die vom 13. bis 16. Juli im polnischen Bydgoszcz ausgetragen werden, nominiert. Es umfasst 76 Athleten (41 Männer und 35 Frauen) und hat einige Titel- und Medaillenkandidaten in seinen Reihen.

Gleich neun nominierte U23-Athleten sind dabei, die Ende Juni in Lille (Frankreich) mit der A-Nationalmannschaft des DLV um die Team-Europameisterschaft kämpfen und teilweise bereits die Normen für die Weltmeisterschaften in London (Großbritannien; 4. bis 13. August) erreicht haben.


Die bekanntesten Namen im Bydgoszcz-Aufgebot führen auch die aktuelle Europa-Bestenliste der U23 an: Konstanze Klosterhalfen (1.500 m; TSV Bayer 04 Leverkusen), Jackie Baumann (400 m Hürden; LAV Stadtwerke Tübingen), Claudine Vita (Diskus; SC Neubrandenburg) und Amanal Petros (5.000 m; SV Brackwede) stehen dort an Nummer eins. Europameister Max Heß (Dreisprung; LAC Erdgas Chemnitz) könnte schon in Lille von Platz zwei auf Rang eins der Bestenliste springen. Insgesamt 13 deutsche U23-Athleten zählen aktuell zu den Top Drei ihrer Disziplin in Europa und 42 zu den Top Acht. Das lässt in Bydgoszcz einige Erfolge erwarten.

Parallel zum U23-Team hat der DLV bereits die Geher für die WM in London nominiert:
Männer – 20 km Gehen: Christopher Linke, Nils Brembach, Hagen Pohle (alle SC Potsdam)
Männer – 50 km Gehen: Karl Junghannß (LAC Erfurt), Carl Dohmann (SCL-Heel Baden-Baden)

Das DLV-Aufgebot für die U23-EM 2017 in Bydgoszcz (Polen (13. bis 16. Juli):

Männer

DisziplinAthletVerein
100 MeterManuel EitelSSV Ulm 1846
Daniel HoffmannTSV Bayer 04 Leverkusen
200 MeterRoger GurskiLG Rhein/Wied
Kevin UgoTV Wattenscheid 01
800 MeterChristoph KesslerLG Region Karlsruhe
Marc ReutherWiesbadener LV
1.500 MeterMarius ProbstTV Wattenscheid 01
Maximilian ThorwirthSFD Düsseldorf
5.000 MeterAmanal PetrosSV Brackwede
Sebastian HendelLG Vogtland
Jonathan DahlkeTV Herkenrath
10.000 MeterAmanal PetrosSV Brackwede
Tobias BlumLC Rehlingen
400 m HürdenJonas HanßenSC Myhl LA
Joshua AbuakuLAV Oberhausen
3.000 m HindernisLennart MeseckeLG Nord Berlin
20 km GehenKarl JunghannßLAC Erfurt
Jonathan HilbertLG Ohra Energie
Nathaniel SeilerTV Bühlertal
HochsprungTobias PotyeLG Stadtwerke München
Falk WendrichLAZ Soest
StabhochsprungOleg ZernikelASV Landau
DreisprungMax HeßLAC Erdgas Chemnitz
KugelstoßenPatrick MüllerSC Neubrandenburg
Valentin DöblerLG Stadtwerke München
Simon BayerVfL Sindelfingen
DiskuswurfClemens PrüferSC Potsdam
Torben BrandtSC Magdeburg
Maximilian KlausLV 90 Erzgebirge
HammerwurfAlexej MikhailovHannover 96
SpeerwurfJonas BonewitLG Stadtwerke München
ZehnkampfTorben BlechTSV Bayer 04 Leverkusen
Tim NowakSSV Ulm 1846
Dennis HuttererASC Darmstadt
4x100 MeterManuel EitelSSV Ulm 1846
Roger GurskiLG Rhein/Wied
Kevin UgoTV Wattenscheid 01
Denis AlmasVfL Sindelfingen
Kai KöllmannTSV Bayer 04 Leverkusen
Philipp TrutenatTV Wattenscheid 01
4x400 MeterJonas HanßenSC Myhl LA
Fabian DammermannLG Osnabrück
Maximilian GrupenLV 90 Erzgebirge
Jakob KrempinTSG Bergedorf
Constantin SchmidtTSG Obertshausen
Florian WeekeLT DSHS Köln

Frauen

DisziplinAthletinVerein
100 MeterSina MayerLAZ Zweibrücken
Lisa Marie KwayieNeuköllner SF
200 MeterLaura MüllerLC Rehlingen
400 MeterLaura MüllerLC Rehlingen
1.500 MeterKonstanze KlosterhalfenTSV Bayer 04 Leverkusen
5.000 MeterAlina RehSSV Ulm 1846
Anna GehringSC Itzehoe
Carolin KirtzelLT Haspa Marathon Hamburg
10.000 MeterTatjana SchulteLC Paderborn
Felicia KörnerLG Sempt
100 m HürdenPaulina HuberLG Stadtwerke München
400 m HürdenJackie BaumannLAV Stadtwerke Tübingen
3.000 m HindernisLiane WeidnerSCC Berlin
Lea MeyerVfL Löningen
20 km GehenEmilia LehmeyerPSV Berlin
Saskia FeigeSC Potsdam
HochsprungAnne KlebschLAZ Ludwigsburg
StabhochsprungFriedelinde PetershofenSC Potsdam
WeitsprungAnna BühlerUnterländer LG
Maryse LuzoloKönigsteiner LV
DreisprungJessica MadukaART Düsseldorf
KugelstoßenClaudine VitaSC Neubrandenburg
Sarah SchmidtLV 90 Erzgebirge
Alina KenzelVfL Waiblingen
DiskuswurfClaudine VitaSC Neubrandenburg
HammerwurfSophie GimmlerLC Rehlingen
SpeerwurfChristine WinklerSC DHfK Leipzig
SiebenkampfCaroline KleinTSV Bayer 04 Leverkusen
Celina LefflerSSC Koblenz-Karthause
4x100 MeterSina MayerLAZ Zweibrücken
Lisa Marie KwayieNeuköllner SF
Chantal ButzekLC Paderborn
Nina BraunLG Olympia Dortmund
Lisa Marie NippgenLAZ Ludwigsburg
Jessica WessolyMTG Mannheim
4x400 MeterLaura MüllerLC Rehlingen
Laura MarxLT DSHS Köln
Hannah MergenthalerMTG Mannheim
Hendrikje RichterSCC Berlin
Nelly SchmidtLT DSHS Köln

text: www.leichtathletik.de

Neubrandenburgerin Janika Baarck für die U18 EM qualifiziert
15.06.2017

DLV nominiert erste Athleten für U20-EM und U18-WM

 

Pamela Ruprecht

 

Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat am Mittwoch die ersten Athleten für die U20-Europameisterschaften in Grosseto und die U18-Weltmeisterschaften in Nairobi nominiert. Insgesamt neun Mehrkämpfer – darunter U18- und U20-Weltmeister Niklas Kaul – und 13 Talente aus dem Lauf-Bereich dürfen schon jetzt mit einem Nationalmannschaftseinsatz planen.

Die ersten DLV-Teilnehmer für die U20-EM in Grosseto (Italien; 20. bis 23. Juli) und die U18-WM in Nairobi (Kenia; 12. bis 16. Juli) stehen fest. Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat am Mittwoch unter anderem sein Aufgebot im Mehrkampf für beide internationale Meisterschaften benannt.

Unter den Zehnkämpfern für die U20-Europameisterschaften sind U18- und U20-Weltmeister Niklas Kaul (USC Mainz) sowie sein Trainingskollege U18-Europameister Manuel Wagner. Zu den Siebenkämpferinnen für Grosseto gehören die U18-WM- und U18-EM-Vierten der Vorjahre Lisa Maihöfer (LG Staufen) und Janika Baarck (SC Neubrandenburg). Im Lauf-Bereich sind Pascal Kleyer (LG Region Karlsruhe), Joana Staub (LC Rehlingen) und Miriam Dattke (LG Telis Finanz Regensburg) jeweils über zwei Strecken nominiert.

Für die U18-Weltmeisterschaften konnten sich bisher fünf Athleten fest qualifizieren. Die beiden nominierten Siebenkämpferinnen Johanna Siebler (LC Überlingen) und Marshella Foreshaw (Königsteiner LV) sammelten letzten Sommer bereits bei der U18-EM in Tiflis (Georgien) internationale Erfahrung – Foreshaw allerdings über 100 Meter Hürden.

Nominierte Athleten für die U20-EM:


U20 männlich:

Disziplin                            Athlet                                  Verein

800 Meter                         Niklas Harsy                          LAZ Gießen

800 Meter                         Pascal Kleyer                        LG Region Karlsruhe

800 Meter                         Constantin Schulz                 LC Cottbus

1.500 Meter                      Pascal Kleyer                        LG Region Karlsruhe

5.000 Meter                      Markus Görger                      LAC Freiburg

Zehnkampf                       Niklas Kaul                            USC Mainz

Zehnkampf                       Maximilian Vollmer                SSV Ulm 1846

Zehnkampf                       Manuel Wagner                     USC Mainz

U20 weiblich:

Disziplin                            Athletin                               Verein

800 Meter                         Alina Ammann*                    TuS Esingen

800 Meter                         Jana Reinert                         LG Region Karlsruhe

800 Meter                         Joana Staub                         LC Rehlingen

1.500 Meter                      Patricia de Graat                  LG Olympia Dortmund

1.500 Meter                      Joana Staub                         LC Rehlingen

3.000 Meter                      Miriam Dattke                       LG Telis Finanz Regensburg

5.000 Meter                      Miriam Dattke                       LG Telis Finanz Regensburg

3.000 m Hindernis            Leandra Lorenz*                   RSV Eintracht 1949 Stahnsdorf

3.000 m Hindernis            Lisa Oed                               SSC Hanau-Rodenbach

3.000 m Hindernis            Lisa Tertsch                          Darmstadt

Siebenkampf                   Janika Baarck                     SC Neubrandenburg

Siebenkampf                    Lisa Maihöfer                        LG Staufen

Nominierte Athleten für die U18-WM:

U18 männlich:

Disziplin                               Athlet                                  Verein

Zehnkampf                          Maximilian Kluth                 ART Düsseldorf

Zehnkampf                          Leo Neugebauer                LG Leinfelden-Echterdingen

U18 weiblich:

Disziplin                               Athletin                               Verein

2.000 m Hindernis               Josina Papenfuß               TSG Westerstede

Siebenkampf                        Marshella Foreshaw         Königsteiner LV

Siebenkampf                       Johanna Siebler                 LC Überlinen


Christian Jagusch stößt 20,04 Meter
12.06.2017

Kugelstoßer Christian Jagusch hat am ersten Tag der Landesmeisterschaften von Mecklenburg-Vorpommern in Rostock für das beste Resultat gesorgt: Der Athlet vom 1. LAV Rostock zeigte am Samstag mit der 7,26 Kilo schweren Kugel den zweiten 20-Meter-Stoß seiner Karriere und seine beste Leistung seit zwei Jahren. Mit 20,04 Metern ließ er Patrick Müller (SC Neubrandenburg; 18,94 m) deutlich hinter sich. Im Stabhochsprung schwangen sich mit Gillian Ladewig und Tom-Linus Humann zwei Schweriner über die Normhöhe (5,10 m) für die U20-EM. Die kompletten Resultate finden Sie in unserer Ergebnisrubrik…

www.leichtathletik.de

Christian Jagusch gewinnt mit 19,50 Meter in Frankenberg
30.05.2017

Bei der Werfergala in Frankenberg hat Christian Jagusch (1. LAV Rostock) das Kugelstoßen der Männer mit 19,50 Meter gewonnen.

Damit konnte sich der 25-jährige gegenüber dem Auftaktwettkampf eine Woche zuvor in Halle deutlich steigern.
Auf Rang zwei folgte mit Patrick Müller (SC Neubrandenburg) ein weitere Athlet aus Mecklenburg-Vorpommern. Mit der Weite von 19,07 Meter untermauerte er deutlich seine Ambitionen in Richtung U23-EM.

Im U20-Wettbewerb konnte sich Tim Opatz (SC Neubrandenburg) als Dritter auf 18,45 Meter verbessern.

Ralf Ploen 

Lt. Landestrainer


Bestleistung und WM-Norm für Claudine Vita mit dem Diskus
16.05.2017

Vier WM-Normen für DLV-Diskuswerfer in Wiesbaden

Pamela Ruprecht

Vier DLV-Diskuswerfer haben am Samstag beim Werfercup in Wiesbaden die WM-Norm für London übertroffen. Martin Wierig musste sich nur dem Olympiasieger von 2008 Gerd Kanter geschlagen geben. Bei den Frauen führte Claudine Vita mit neuer Bestleistung ein Trio von DLV-WM-Kandidatinnen an. Dazu gab es zahlreiche Normen für die internationalen Nachwuchsmeisterschaften.

Der Diskus-Wettbewerb der Männer war der Höhepunkt des 22. WLV Werfercups in Wiesbaden. Martin Wierig konnte das ungleiche Fernduell mit den deutschen Werferkollegen beim Diamond League-Meeting in Shanghai (China) sozusagen für sich entscheiden. Mit 65,56 Metern im vierten Durchgang machte der WM-Vierte von 2013 zum Einstieg die WM-Norm (65,00 m) klar und setzte sich vorerst an die Spitze der deutschen Bestenliste.

"Das kann man aber nicht wirklich vergleichen", meinte der Magdeburger hinsichtlich der Shanghai-Ergebnisse, wo Olympiasieger Christoph Harting (SCC Berlin) als Fünfter mit 63,47 Metern das beste deutsche Resultat einfuhr. Die Bedingungen in Wiesbaden sind auf dem außerhalb des Stadions gelegenen Wurfplatz vorteilhafter, außerdem habe er keinen Reisestress und kein Jetlag gehabt.

Weiter als Martin Wieirg kam in Wiesbaden nur der Olympiasieger von 2008 aus Estland Gerd Kanter, der bereits in Runde zwei die Tages-Bestweite von 65,87 Metern vorgelegt hatte. Elf Zentimeter hinter dem Schweden Simon Petterson (64,77 m) durfte sich der Magdeburger David Wrobel über eine neue Bestleistung von 64,66 Metern freuen. Zur WM-Norm für London (Großbritannien; 4. bis 13. August) fehlen nur noch 34 Zentimeter.

Bestleistungen für Claudine Vita und Kristin Pudenz

Gleich drei WM-Normen gab es bei den Frauen: Claudine Vita, die zuvor bei schwierigen Wetter-Bedingungen – Regen und Sonne wechselten sich ab – den U23-Wettbewerb noch mit "nur" 61,70 Metern gewonnen hatte, siegte hier mit neuer Bestleistung. Im Einwerfen war der Diskus sogar an die 65-Meter-Marke geflogen, im Wettkampf schlug er im dritten und gleichzeitig besten Versuch bei 63,47 Metern ein. "Ich bin auf jeden Fall happy, dass ich im direkten Vergleich punkten konnte", sagte die U20-Europameisterin aus Neubrandenburg, die zum ersten Mal über die 63-Meter-Marke kam und die WM-Norm (61,20 m) nun auch im Vergleich mit weiteren Kaderathletinnen abrief.

Denn die DLV-WM-Tickets sind in kaum einer Disziplin so stark umkämpft wie im Diskuswurf. Auch die zweit- und drittplatzierten Werferinnen von Wiesbaden konnten den Richtwert für London überbieten. Anna Rüh, die mittlerweile für den SC Magdeburg startet, war sichtlich zufrieden mit ihren 63,05 Metern im ersten Wettkampf, da es im Training zuletzt nicht so rund gelaufen war. Darauf ließe sich aufbauen, erklärte sie. Die Potsdamerin Kristin Pudenz durfte über 62,89 Meter jubeln – ihr bisher weitester Wurf der Karriere.

Clemens Prüfer trumpft im ersten U23-Jahr auf

Bei den U23-Junioren schafften sogar die ersten Vier die Norm für den internationalen Höhepunkt der Altersklasse – die U23-EM in Bydgoszcz (Polen; 13. bis 16. Juli). An der Spitze drehte Clemens Prüfer in seinem ersten U23-Jahr mit sehr starken 62,04 Metern – erzielt im fünften Durchgang – auf. Damit konnte er seinen älteren Bruder Henning (beide SC Potsdam), der als Dritter mit 60,93 Metern ebenfalls die Norm (59,00 m) abhakte, im internen Bruder-Duell übertreffen. "Es ist aber eher so, dass wir uns gegenseitig unterstützen und nicht als Konkurrenten sehen", sagte der Sieger, der von dem Wurf positiv überrascht war.

Zwischen die Brüder schob sich Maximilian Klaus. Der Werfer vom LV 90 Erzgebirge verbesserte sich mit dem Männer-Diskus auf 61,34 Meter. Und auch Merten Howe (SC Neubrandenburg; 59,07 m) konnte im ersten Jahr bei den Aktiven um sieben Zentimeter direkt die Norm für Bydgoszcz übertreffen.

Auch in den U20-Diskus-Wettbewerben gab es zahlreiche gute Leistungen, die für einen Start auf internationaler Ebene qualifizieren. Beim männlichen Nachwuchs gelang es ebenfalls einem Quartett, die U20-EM-Norm (56,00 m) für Grosseto (Italien; 20. bis 23. Juli) zu erfüllen – darunter die Medaillengewinner der U18-EM in Tiflis (Georgien) Tim Ader (SC Neubrandenburg; 59,31 m) und Jan Vasco Bringmann (LC Cottbus; 57,25 m) sowie die zweit- und viertplatzierten Tobias Köhler (SV Halle; 58,19 m) und Jakob Arbeit (SV Preußen Berlin; 56,08 m).

www.leichtathletik.de

 


Claudine Vita kratzt an Bestleistung
03.05.2017

Die Hallen-EM-Fünfte im Kugelstoßen Claudine Vita hat am Samstag bei der Bahneröffnung ihres Heimatvereins SC Neubrandenburg an ihrer Diskus-Bestleistung gekratzt. Mit vier Würfen jenseits der 60-Meter-Marke bewies die 20-Jährige eine stabile, starke Frühform.

Die Neubrandenburgerin Claudine Vita erwischte einen starken zweiten Freiluft-Wettkampf im noch jungen Leichtathletik-Jahr 2017. Die 20-Jährige schleuderte ihre Diskusscheibe in allen vier gültigen Versuchen über die 60-Meter-Marke. Der weiteste Wurf wurde im zweiten Durchgang mit 62,60 Metern gemessen. Damit verfehlte die Hallen-EM-Fünfte mit der Kugel ihre Bestleistung aus dem Vorjahr um lediglich 17 Zentimeter.

Claudine Vita übertraf auch dreimal die geforderte DLV-Norm für die Weltmeisterschaften in London (Großbritannien; 4. bis 13. August), die bei 61,20 Metern liegt – der Wettbewerb entsprach allerdings unter anderem aufgrund des kleinen Teilnehmerfeldes (nur zwei Athletinnen waren am Start) nicht den Kriterien eines Norminierungs-Wettkampfes.

Die U20-Europameisterin hat spätestens beim Werfercup in Wiesbaden am 13. Mai die Chance, ihre Leistung im Kreise weiterer Kaderathletinnen zu bestätigen und sich so für die WM in London zu empfehlen. Für die U23-EM in Bydgoszcz (Polen; 13. bis 16. Juli) hatte Claudine Vita bereits beim Winterwurf-Europacup in Las Palmas (Spanien) mit 58,76 Metern die Norm erfüllt. 

Text: Pamela Ruprecht

www.dlv.de

 


Olympia: Bridgestone Deutschland startet Kommunikationskampagne
28.04.2017

Sportdeutschland bewegt sich

Hier ist der Link zum Thema:

https://www.egalwaskommt.de/

Claudine Vita knackt 18 Meter und Europas Top Fünf
06.03.2017

Pamela Ruprecht (www.leichtathletik.de)

Werferin Claudine Vita hat am Freitagabend im Kugelstoß-Finale der Hallen-EM in Belgrad beim Sieg der ungarischen Titelverteidigerin Anita Márton den fünften Platz belegt. Die 20-Jährige konnte im richtigen Moment zum ersten Mal die 18-Meter-Marke knacken.

Schon die Qualifikation war für Claudine Vita gut gelaufen. In der zweiten Runde hatte die Neubrandenburgerin mit 17,83 Metern ihre Hallen-Bestleistung knapp übertroffen. Im Finale konnte sich die U20-Vize-Europameisterin nochmals steigern und direkt im ersten Versuch zum ersten Mal die 18-Meter-Marke knacken. Mit 18,09 Metern setzte sie sich zunächst an Position zwei hinter die favorisierte Ungarin Anita Márton, die in der dritten Runde auf die Weltjahresbestweite von 19,24 Meter erhöhte.

In dritten Durchgang schlugen einige Kugeln der Konkurrenz noch deutlicher hinter den 18 Metern ein: Die Bulgarin Radoslava Mavrodieva mit neuer Bestleistung (18,36 m; Silber), die Weißrussin Yulia Leantsiuk mit 18,32 Meter (Bronze) und die Schwedin Fanny Roos mit Landesrekord (18,13 m) schoben sich vor Claudine Vita, die mit 17,98 und 18,09 Metern zwei weitere gute Stöße zeigte. Auch diese Weiten lagen über ihrer bisherigen Freiluft-Bestmarke (17,90 m).

Anita Márton kratzt am Landesrekord

An dieser Reihenfolge der ersten fünf Plätze änderte sich im späteren Verlauf des Wettbewerbes nichts mehr. Gold ging wie erwartet an die Olympia-Dritte von Rio de Janeiro (Brasilien) und EM-Zweite Anita Márton, die im Ring mit ihrer Drehstoß-Technik dominierte. Mit ihrer Siegesweite aus dem letzten Durchgang (19,28 m) blieb die 28-Jährige nur fünf Zentimeter unter ihrem Hallen-Landesrekord. 

Für Claudine Vita ging mit der internationalen Teilnahme bei den Aktiven und dem Final-Einzug ein Traum in Erfüllung. Die U20-Europameisterin mit dem Diskus schaffte im vergangenen Jahr mit ihrem eigentlich stärkeren Wurfgerät (62,77 m) locker die Olympianorm, konnte aber aufgrund des hohen Niveaus der DLV-Athletinnen nicht mit nach Rio reisen. In Belgrad nicht am Start war Christina Schwanitz (LV 90 Erzgebirge), die Kugelstoß-Weltmeisterin legt eine Babypause ein.

STIMME ZUM WETTKAMPF

Claudine Vita (SC Neubrandenburg):
Ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden. Ich glaube, man kann sich nichts Besseres vorstellen, als beim Höhepunkt seine Bestleistung abzurufen. Das war auch mein erster 18-Meter-Stoß. Das fühlt sich schon nach etwas Besonderem an. Wir werden so weitermachen wie gehandhabt. Man sieht, es bekommt mir gut, wenn ich beide Disziplinen [Diskus und Kugel] weiterhin trainiere und im Wettkampf bestreite. Ich fühle mich gut, so wie es momentan läuft.

 


Triathlet Peer Sönksen gewinnt DM-Titel über 3000 Meter
27.02.2017

Triathlet Peer Sönksen gewinnt DM-Titel über 3000 Meter

Der Neubrandenburger Peer Sönksen war nicht wegen des Meisterschaftsrennens nach Sindelfingen gekommen, sondern um Kilometer zu machen. Der eigentliche Triathlet will nämlich bei den Junioren-Europa- und Weltmeisterschaften in diesem Jahr wieder auf das Podium. 2015 gewann er bereits den Vize-Weltmeistertitel in der U20 dieser Disziplin. "Ich wollte heute auf Zeit laufen, nicht auf die Platzierung", meinte Peer Sönksen. Ein ungewöhnlicher Satz, den man von den Nachwuchs-Leichtathleten nicht hört. Da geht es immer um den Titel.

Peer Sönksen nahm beides mit. Eine gute Zeit (8:26,59 min), mit der er auch den Sieg holte. Die Spezialisten hatten das Nachsehen, als der Triathlet vom SC Neubrandenburg sich nach rund einem Drittel des Rennens an die Spitze setzte und unaufhaltsam davon zog. Im Kampf um Silber setzte sich nach mehreren Positionswechseln der U18-EM-Vierte Mohamed Mohumed (LG Olympia Dortmund; 8:38,38 min) gegen Steffen Ulmrich (MTG Mannheim; 8:38,85 min) durch. pr


DM-Silber für Mara Häusler im Dreisprung

Überaus konstant war die Serie, mit der Leonie Neumann von der LG Filder zum Meistertitel flog. Auf der Siegerurkunde wurden schließlich 12,49 Meter verewigt. „Naja, die Weite ist nicht so berauschend, aber über einen deutschen Meistertitel freut man sich natürlich immer“, sagte die Studentin, die in letzter Zeit ihr Umfeld beträchtlich verändert hat. „Ich bin nach Tübingen umgezogen und habe vor drei Wochen meinen Trainer gewechselt. An die Umstellungen muss ich mich erst einmal gewöhnen“, so der neue Schützling von Johannes Ferdinand. „Mein Ziel ist, dass im Sommer eine 13 vor dem Komma steht“, gab sich die Württembergerin ebenso erwartungsvoll wie kämpferisch.

Die U18-EM-Fünfte Mara Häusler ersprang nach Verletzungssorgen den Titel der Vize-Meisterin. Je länger der Wettkampf dauerte, desto sicherer wurden ihre Sprünge, auch wenn die Athletin vom 1. LAV Rostock zunächst mit Ladehemmungen zu kämpfen hatte. Schließlich landete sie bei 12,15 Metern. Ein Zentimeter weniger wurde für Caroline Joyeux gemessen. Die erst 16-Jährige von der LG Nord Berlin heimste mit 12,14 Metern bei der U20 DM-Bronze ein. Hk

 

DM-Silber für Luca Meinke im Hochsprung

Es war der letzte Wettbewerb, der nach einem ereignisreichen Leichtathletik-Wochenende zum Abschluss lief. Und es lohnte sich für die klatschenden Zuschauer noch da zu bleiben. Denn Lucas Mihota (SB DJK Rosenheim) versuchte sich, als er mit im dritten Versuch übersprungenen 2,20 Metern als Sieger lange feststand, sogar an 2,25 Metern. Noch vergeblich, aber alles andere als aussichtslos. Die Bestmarke des Überfliegers steht seit diesem Winter bei sehr starken 2,23 Metern.

Der U18-Europameister gewann in Sindelfingen also mit der gleichen Höhe, mit der der Titel bei der Hallen-DM in Leipzig an Mateusz Przybylko (TSV Bayer 04 Leverkusen) wegging. Der Grund, weshalb Lucas Mihota dort nicht am Start war: "Ich bin nicht der Typ, der zwei solche Wettkämpfe innerhalb so kurzer Zeit aushält, da spielt mein Rücken nicht mit und das hier heute war mir wichtiger." Seine Flug-Show konnte auch eine Autopanne auf dem Weg nach Sindelfingen und eine Erkältung unter der Woche nicht aufhalten. Durch hartes Training gepaart mit Spaß ging es in den letzten Monaten nochmal eine Etage höher.

Auf den Silberrang sprang der U18-EM-Siebte Luca Meinke (Schweriner SC) mit 2,09 Metern im ersten Anlauf. 2,12 Meter waren dann zu hoch. Bronze gewann der U18-WM-Teilnehmer von 2015 Remo Cagliesi (TLV Germania Überruhr) mit 2,06 Metern. pr

Text: www.leichtathletik.de


Olympia: Doppelvergabe "nun wahrscheinlicher"
23.02.2017

 Dem IOC gehen die Olympia-Kandidaten aus

Der Rückzug Budapests als Bewerber für Olympia 2024 ist ein erneuter Schlag für das IOC und nährt die Spekulationen um eine Doppelvergabe der Spiele 2024 und 2028.

Wieder ein Korb für das IOC, doch dieses Mal dürfte sich der Frust in Grenzen halten. Denn sollte das Internationale Olympische Komitee am 13. September die Sommerspiele 2024 und 2028 tatsächlich in einem Zug vergeben, hätte Budapest eh keine Rolle gespielt. Hierfür sind Paris und Los Angeles vorgesehen.

Und dennoch ist der Rückzug von Budapest bitter. Nach Boston, Hamburg und Rom sprang nun schon der vierte Kandidat ab. Jeder Rückzug stellt die olympische Idee in Frage. Das IOC wollte den Vorgang nicht kommentieren. Man warte ab, bis man eine offizielle Mitteilung des Nationalen Olympischen Komitees Ungarns erhalte, hieß es.

"Entscheidung negativ für IOC"

"Natürlich ist diese Entscheidung negativ für das IOC", sagte IOC-Ehrenmitglied, Walther Tröger. Die Argumente der Olympia-Gegner machten eins klar, "man vertraut der Agenda von IOC-Präsident Thomas Bach nicht, vor allem in der Frage, wie das IOC mit seinen Bewerbern umgeht", sagte der 88-Jährige.

Besonders bitter: Wieder scheiterte eine Bewerbung an der Meinung der Bürger. Eine Gruppe von Aktivisten hatte in der ungarischen Metropole über 250.000 Unterschriften gesammelt und damit ein Bürgerreferendum erzwungen. Darauf wollten sich die Politiker um Ministerpräsident Viktor Orban nicht mehr einlassen - hätte es doch eine krachende Niederlage gegeben.

Los Angeles und Paris favorisiert

So verbleiben nur noch Paris und Los Angeles im Rennen, beide wie gemacht für eine Doppelvergabe auf der IOC-Session am 13. September in Lima. Paris könnte für 2024 den Zuschlag erhalten, LA für die Spiele vier Jahre später. "Es ist nun wahrscheinlicher, dass man beide Spiele zusammen vergibt", sagte Sportökonom Wolfgang Maennig.

Wie der Ruder-Olympiasieger von 1988 glaubt, könne es sich das IOC bei einer Abstimmung für 2024 nicht erlauben, eine dieser wichtigen Städte durchfallen zu lassen. "Dieser Kandidat schmollt und kommt für 2028 nicht wieder", so Maennig.

Nach Einschätzung von Tröger hatte die Debatte um die Doppelvergabe einen negativen Einfluss auf Budapest. "Das ist ein Verlierer, der aus der politischen Lage und aus der Diskussion um die Doppelvergabe entstanden ist", sagte Tröger. Dass der Name der ungarischen Hauptstadt in der Debatte nie eine Rolle gespielt hat und nur immer Los Angeles und Paris genannt wurden, hätte "den letzten Ausschlag für das Nein gegeben".

Absage-Flut stellt IOC vor Probleme

Die Liste der Rückzieher-Städte ist mittlerweile lang und stellt das IOC und seine Reformbemühungen in kein gutes Licht. Auch vor den Winterspielen 2022, die in Peking stattfinden, hat es in München, Krakau, Lemberg und Stockholm vier Aussteiger gegeben. Am Ende blieben mit Peking und Almaty/Kasachstan gerade mal zwei Kandidaten über - wie nun auch für 2024.

"Was passiert eigentlich, wenn noch einer der beiden Kandidaten zurückzieht. Gar nicht auszudenken", meinte Tröger und sprach einen wunden Punkt an. Maennig findet zumindest den Gedanken nicht völlig abwegig. "Auch in Paris gibt es eine große Mehrheit gegen Olympia", sagte der Experte: "Doch dort verzichten sie auf ein Referendum - zum Glück für die olympische Familie."

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McLaren-Bericht: Hörmann will Klarheit
23.02.2017

Alfons Hörmann fordert Klarheit in Sachen McLaren-Bericht

DOSB-Präsident Alfons Hörmann hat im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang erneut zeitnah Konsequenzen aus dem Bericht des WADA-Sonderermittlers Richard McLaren gefordert.

 "In den nächsten vier bis sechs Monaten muss in Sachen McLaren-Bericht Klarheit geschaffen sein, sonst entsteht wie vor Rio wieder ein zu großer Zeitdruck für die dringend notwendigen Entscheidungen auf internationaler Ebene", sagte Hörmann im Gespräch mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

 Große Hoffnungen verbindet der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes mit der Analyse des Berichts jedoch nicht. "Ich hoffe, dass diesmal konsequent gehandelt wird, aber aufgrund der juristischen Faktenlage ist zu befürchten, dass mehr russische Athleten in Südkorea dabei sein werden, als uns lieb sein kann", sagte Hörmann.

 Vor den Spielen im vergangenen Sommer hatte der erste Teil des McLaren-Berichts im Auftrag der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) staatlich gestütztes Doping in Russland nahegelegt. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) verzichtete auf den Ausschluss Russlands und überließ die Entscheidung über mögliche Sperren den Weltverbänden, in Rio gingen letztlich fast 300 russische Athleten an den Start. Der zweite McLaren-Report bestätigte die ersten Erkenntnisse. Insgesamt sollen über 1000 Sportler von Doping-Vertuschungen profitiert haben, unter anderem bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi.

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Olympiamannschaft wird zu „Team Deutschland“
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Am 9. Februar 2018 werden die deutschen Wintersportlerinnen und -sportler in PyeongChang unter neuem Namen, mit neuem Logo auf der Brust und mit einer klaren Haltung in die 23. Olympischen Winterspiele starten.

 

 

Team D ist das neue Markenzeichen der deutschen Olympiateilnehmerinnen und -teilnehmer. Logo: DOSB

Das „Team Deutschland“ ist aber weit mehr als die deutsche Mannschaft bei den Olympischen Spielen. Ab sofort findet die Kommunikation rund um die olympischen Athletinnen und Athleten unter dieser Klammer statt – auch in der Zeit zwischen den Spielen. So unterschiedlich und heterogen die Athletinnen und Athleten aus den verschiedenen Sportarten auch sind, sie haben dasselbe Ziel vor Augen: als Teil von „Team Deutschland“ die magischen Momente erleben, die es nur bei Olympischen Spielen gibt. Dafür gehen sie täglich an ihre Grenzen und wachsen nicht nur während der Olympischen Spiele, sondern jeden Tag über sich hinaus – stets fair und mit Respekt.

Diese Haltung spiegelt sich im neuen Logo von Team Deutschland wieder: Der Fokus liegt auf dem D in Nationalfarben, dessen Geradlinigkeit die klare Positionierung für fairen und sauberen Sport symbolisiert, das durch seine fließenden, runden Formen aber auch Dynamik sowie Sympathie, Emotionalität und Freude am Sport ausdrückt. Gleichzeitig stellt das neue Logo das Team selbst optisch klar in den Mittelpunkt und würdigt dessen herausragende Leistung.

Moritz Fürste, Doppel-Olympiasieger im Hockey, der den Prozess als Direktor Sportmarketing der Agentur thjnk begleitet hat, freut sich über das Ergebnis: „Es hat unfassbar viel Spaß gemacht, die Marke `Team Deutschland` zu entwickeln, eine gemeinsame Haltung zu erarbeiten und dem Ganzen ein neues Gesicht zu geben, das widerspiegelt, was uns als Team ausmacht. Wir arbeiten hart für unsere persönlichen Erfolge, spielen aber immer fair. Wir respektieren unsere Gegner und machen unsere Fans stolz, indem wir immer wieder über uns hinauswachsen. Und das das ganze Jahr über, nicht nur bei Olympischen Spielen.“

Auch zahlreiche weitere Athletinnen und Athleten waren in den Prozess eingebunden, der im März 2016 begann. In die qualitative Marktforschung, umgesetzt vom rheingold Institut Köln, und in prozessbegleitende Feedbackgespräche wurden Sommersport- und Wintersportathleten, erfahrene Olympiateilnehmer und Nachwuchsathleten, Mannschafts- und Einzelsportler, männlich und weiblich, mit einbezogen. Zudem wurden Aussagen von Sportlerinnen und Sportlern in Interviews oder in den sozialen Netzwerken berücksichtigt. Im Herbst 2016 wurden ca. 500 Athletinnen und Athleten (Olympiateilnehmer/innen Rio und Sotschi) zur Positionierung befragt. Von 160 Athletinnen und Athleten, die sich beteiligten, gaben 93 Prozent an, sich mit der Positionierung stark oder sehr stark (75 %) zu identifizieren. Das Logo entstand auf dieser Grundlage durch die loved GmbH.

Säbelfechter Max Hartung, Olympiateilnehmer und Vorsitzender der DOSB-Athletenkommission, hat sich intensiv mit der Thematik beschäftigt. „`Team Deutschland` gefällt mir richtig gut. Das Logo hat einen hohen Wiedererkennungswert, und damit sind wir auch zwischen den Spielen als Mannschaft erkennbar. Ich glaube, das wird richtig gut“, sagt Hartung.
 
Amelie Kober hat beim Markenprozess ebenfalls mitgewirkt: „Es war super spannend, die Entstehung von `Team Deutschland` begleiten zu können. Vom ersten Interview bis hin zum neuen Logo – und der Höhepunkt kommt dann hoffentlich in PyeongChang“, sagt die zweimalige Olympiamedaillengewinnerin im Snowboard. „Besonders wichtig finde ich, dass das Thema Fairplay so eine große Rolle spielt. Erfolgreich sein, bedeutet fair zu sein. Und das trifft voll auf Team Deutschland zu.“

Die Spiele in PyeongChang hat auch Lisa Zimmermann, Weltmeisterin im Ski-Freestyle, fest im Blick: „´Team Deutschland´ stellt die Athletinnen und Athleten in den Mittelpunkt, es verbindet und motiviert zugleich, das große Ziel Olympische Spiele zu erreichen. Das wäre eine Riesensache, wenn ich mit dem neuen Logo auf der Bekleidung in PyeongChang bei der Eröffnungsfeier ins Stadion laufen könnte.“

Auch Felix Loch, dreifacher Olympiasieger im Rodeln, freut sich über das neue Erscheinungsbild von Team Deutschland: „Ich finde es super, dass wir durch ´Team Deutschland´ stärkere Sichtbarkeit nach außen bekommen. Ich bin stolz, Teil dieser super Truppe zu sein.“

Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) beschreibt die Ziele der neuen Marke so: „Unsere Athletinnen und Athleten sind nicht nur sportlich erfolgreich, sondern verkörpern als Sympathieträger und Vorbilder auch die Werte, die unseren Sport ausmachen und die in unserer Gesellschaft zählen. Das haben sie zuletzt bei den Olympischen Spielen in Rio eindrucksvoll gezeigt. Wir wollen unsere Sportlerinnen und Sportler mit ihrer Haltung in der deutschen Öffentlichkeit noch bekannter machen. Von einem starken ´Team Deutschland´ werden langfristig sowohl der Spitzen- als auch der Breitensport profitieren.“

Doch nicht nur die olympischen Athletinnen und Athleten vereinen sich unter „Team Deutschland“, stellt Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes, in Aussicht: "Die Paralympische Mannschaft ist Bestandteil dieses Projektes und wird demnächst unter dem gleichen Kommunikationsdach auftreten. Mit der Teilhabe am Team Deutschland unterstreichen wir die im Leistungssportkonzept festgeschriebene Gleichrangigkeit von olympischen und paralympischen Athleten."

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